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StartDigitalesKrebs: Der Faktor Mensch bei Glasfaser und 5G

Krebs: Der Faktor Mensch bei Glasfaser und 5G

Der Ausbau des Gigabit- und des Mobilfunk-Netzes in Baden-Württemberg geht voran, genügt Landes-CIO Stefan Krebs aber noch nicht. Bei allen Finanzierungs- und Infrastrukturfragen gibt er einen weiteren entscheidenen Faktor zu bedenken: die Bürgerinnen und Bürger.

digital.LÄND lautet die Digitalisierungsstrategie von und für Baden-Württemberg. Eines der wesentlichen Projekte: der Ausbau des Glasfaser-Netzes zur Versorgung mit Gigabit-Technologie. Bis zum Jahr 2025 soll Glasfaser flächendeckend angeschlossen sein, wie der IT-Beauftragte des Landes, Stefan Krebs, auf dem Digitalkongress BaWü 4.0 erklärte. Sprich: Fast alle Menschen in Baden-Württemberg sollen Zugang zu schnellstmöglichem Internet bekommen. Momentan seien 72 Prozent der Haushalte versorgt, so Krebs. Warum die restlichen 28 Prozent trotzdem schleppend verlaufen könnten? Weil ein Glasfaser-Anschluss schlicht teurer sei und viele Menschen deshalb darauf verzichten würden. Was sie auch könnten, denn in Deutschland gebe es in dieser Hinsicht keine Verpflichtung und man könne sich „für Kupferkabel“ und herkömmlichen Netzzugang entscheiden. Der CIO nannte Finnland und Estland als Gegenbeispiele. Der Unterschied in diesen und anderen Staaten: Wenn man dort Internetzugang habe wolle, müsse man alternativlos Glasfaser nehmen.

Irrationale Ängste

Der Ausbau des 4G-Mobilfunknetzes läge in Baden-Würrtemberg derzeit bei 97 Prozent Flächendeckung, der 5G-Ausbau bei 87 Prozent. Manche Mobilfunkprojekte würden laut Krebs jedoch nicht nur durch technische Probleme verzögert, wie etwa die noch ungeklärte Stromzufuhr für einen bereits aufgestellten 5G-Sendemast. Auch Bürgerinnen und Bürger hätten sich in diesem konkreten Fall über Schlafstörungen beschwert und gesundheitliche Bedenken durch 5G-Strahlung geäußert – obwohl der Mast noch gar nicht in Betrieb gewesen sei. Der Faktor Mensch und die Ängste der Bürgerinnen und Bürger vor neuen Technolgien scheinen ein zusätzlicher Faktor zu sein, der mehr Aufklärung bedarf.

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