In Stuttgart haben Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und Vertreterinnen sowie Vertreter der Stuttgarter Wohnungswirtschaft ein neues Grundlagenpapier zur Zusammenarbeit für bezahlbares Wohnen unterzeichnet.
Ein zentraler Aspekt war die Frage nach der erforderlichen Anzahl von Sozialwohnungen, wenn die Stadt neues Baurecht schafft. Das neue Grundlagenpapier legt dazu fest, dass künftig ein Anteil von 30 Prozent neuer Wohnungen auf Sozialwohnungen entfallen soll. Das entspricht einer Erhöhung der bisherigen Vorgabe um zehn Prozent. Zudem müssen ebenfalls zehn Prozent der Wohnungen unter der ortsüblichen Vergleichsmiete als mietpreisgedämpfte Wohnungen oder von der Stadt geförderte Eigentumswohnungen angeboten werden.
Chance auf bezahlbaren Wohnraum
Die neuen Festlegungen verbinden einerseits die Interessen von Wohnungssuchenden, der Wohnungswirtschaft und Stuttgart einerseits, berücksichtigen jedoch andererseits auch die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte des Wohnens. „Wir haben einen guten Kompromiss gefunden, der auch in schwieriger Zeit die Chance eröffnet, dass neuer bezahlbarer Wohnraum entsteht“, erläuterte Dr. Nopper.
Klimaschutz im Blick halten
Bis 2033 will Stuttgart rund 20.000 neue Wohnungen errichten. Im Zuge der Erweiterung der Wohnbauförderung wird bei neuen Sozialmietwohnungen eine zusätzliche Förderung durch die Stadt in Höhe von 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bereitgestellt. Bei allen Plänen zum Wohnungsbau spielen auch die Klimaschutzziele Stuttgarts eine wichtige Rolle. So enthält das Grundlagenpapier auch eine Energiepartnerschaft. Auf der Grundlage der kommunalen Wärmeplanung wird herausgearbeitet, in welcher Form eine klimaneutrale Energieversorgung in den Quartieren möglich ist. Außerdem soll die energetische Sanierung von Gebäuden im Bestand den Gesamtenergiebedarf Stuttgarts senken.

