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Vom Willen zum Weg

Dass es um das Personal des Öffentlichen Dienstes schlecht bestellt ist, melden nicht nur die Gewerkschaften regelmäßig. Es ist also wichtig, dass sich dieser als zukunftsfähiger Arbeitgeber präsentieren kann. Doch wie sehen die aktuell Beschäftigten die Attraktivität ihres Arbeitsplatzes?

Neben steigender Arbeitsbelastung und langsamer digitaler Transformation des öffentlichen Sektors gibt es weitere Themen, welche die Beschäftigten belasten. Einen tieferen Einblick in die Chancen und Probleme, welche die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes sehen, bietet das Fach- und Führungskräftebarometer der DBB Akademie. Es zeigt deutlich, dass es, trotz aller Probleme, eine erfreuliche Motivation unter den Beschäftigten gibt, die Transformation mitzugestalten. Simone Fleischmann, Stellvertretende Bundesvorsitzende des DBB und Vorsitzende der DBB Akademie e. V., sagte dazu: „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll: Viele Fach- und Führungskräfte sind bereit, ihre berufliche Entwicklung aktiv voranzutreiben und Veränderungen mitzugestalten. Dieser Veränderungswille ist ein enormes Potenzial für die Modernisierung des Öffentlichen Dienstes — und verdient die passenden Strukturen, um Wirkung zu entfalten.“ Aktuell bremsten viele der Strukturen jedoch genau diesen wichtigen Veränderungswillen aus.

 Das Personal ist also ein Motor für den für den Wandel in der öffentlichen Verwaltung, egal, ob es um die Digitalisierung oder andere Herausforderungen geht. Denn die große Mehrheit der Befragten steht hinter der gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Arbeit und weisen ein dementsprechendes Pfl ichtbewusstsein auf.

Weiterbildung als Schlüssel

Doch trotz dieser Motivation gibt es einige Bereiche, in denen der Motor ins Stocken gerät oder ausgebremst wird. Ein Beispiel dafür sind Fort- und Weiterbildungen. Nach den Ergebnissen des Barometers existiert zwar eine hohe Bereitschaft zur Weiterbildung, doch mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, hier fehlende Zeit als Hemmnis wahrzunehmen. 30 Prozent beklagten eine unzureichende Finanzierung. Dabei sind Weiterbildungen ein wichtiges Instrument, um Teams und Organisationen zukunftsfester zu gestalten. Gleichzeitig wird bei den gewünschten Fortbildungsthemen deutlich, dass die Fach- und Führungskräfte bereit sind, die Problematiken aktiv anzugehen. Kommunikation, die von beiden Ebenen als starke Einschränkung des Handlungsspielraums wahrgenommen wird, zeigt sich als gefragtestes Weiterbildungsthema.

Fehlende Wertschätzung

Neben der Kommunikation fehlt es den Fachkräften vor allem an Wertschätzung durch ihre Führungskräfte und an Möglichkeiten für die individuelle Entwicklung. Daneben sehen sie ihre Organisationen als wenig agil und Entscheidungswege als zu lang an. Solche Aspekte stellen einen Risikofaktor für die hohe Bereitschaft zur Veränderung dar. Daher fordert unter anderem Oliver Schieck, Geschäftsführer der DBB Akademie e. V.: „Wir müssen die Bereitschaft zum Wandel, die wir in den Ergebnissen des Fach- und Führungskräfte-Barometers sehen, in konkrete Fortschritte übersetzen. Das gelingt nur, wenn wir in Menschen investieren, ihnen eine Bühne geben und Verantwortung teilen. Eine Kultur des Miteinanders – getragen von Führung, Kompetenzaufbau und echter Wertschätzung – ist der Hebel, der Veränderungen nachhaltig möglich macht.“

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