Der vom Landesbeauftragten für den Datenschutz (LfD) Niedersachsen, Denis Lehmkemper, einberufene Expertenkreis zu Künstlicher Intelligenz (KI) hat seine Arbeit aufgenommen. Ziel dieses Gremiums ist es, Rahmenbedingungen für den datenschutzkonformen Einsatz von KI in der Wirtschaft und Verwaltung Niedersachsens zu entwickeln.
Der Kreis setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen, darunter führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und dem Bereich Datenschutz.
In einem strukturierten Dialog sollen aktuelle Entwicklungen im Bereich KI diskutiert und dabei insbesondere datenschutzrechtliche Herausforderungen und Chancen analysiert werden. Es sollen sowohl technische als auch rechtliche Gestaltungsvorschläge erarbeitet werden, um den datenschutzfreundlichen Einsatz von KI zu fördern.
Denis Lehmkemper betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Perspektiven, um sicherzustellen, dass die Entwicklung und Nutzung von KI im Einklang mit Datenschutzstandards und gesellschaftlichen Werten stehen. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem Prof. Dr. Anne Paschke von der Technischen Universität Braunschweig, Franziska Weindauer vom TÜV AI Lab, Dr. Klaus Meffert von Dr. DSGVO und Benedikt Hüppe von den Unternehmerverbänden Niedersachsen e.V. (UVN).
Prof. Dr. Anne Paschke hob hervor, dass KI sowohl vom Staat als auch von der Wirtschaft rechtskonform eingesetzt werden könne, jedoch noch einige datenschutzrechtliche Fragen offen seien. Benedikt Hüppe betonte, dass KI sich rasant entwickle und immer mehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werde. Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische, benötigten verlässliche Rahmenbedingungen für den datenschutzkonformen Einsatz von KI.
Der Expertenkreis traf sich erstmals am 14. August 2024, um über die „Rechtmäßigkeit des Trainings von KI-Systemen“ zu beraten. Insgesamt sind drei Treffen geplant, deren Ergebnisse sowohl der Datenschutzaufsicht als auch dem Niedersächsischen Landtag zur Verfügung gestellt werden sollen, um in die Gesetzgebung des Landes einfließen zu können.






