StartVerteidigungRumänien beauftragt Patriot-Raketen

Rumänien beauftragt Patriot-Raketen

Das rumänische Verteidigungsministerium hat Raytheon beauftragt, ein weiteres Patriot-Luftverteidigungssystem im Wert von 946 Millionen US-Dollar zu liefern. Der Vertrag umfasst mehrere Feuereinheiten, einschließlich Radare, Kontrollstationen und Raketen. Damit geht auch die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen dem US-Unternehmen und lokalen rumänischen Vertriebspartnern einher. Die Auslieferung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Diese Beschaffung knüpft an einen Foreign Military Sales (FMS)-Vertrag zwischen den USA und Rumänien aus dem Jahr 2017 an. Dieser erlaubt dem südosteuropäischen Staat den Erwerb von sieben Patriot-Systemen im Gesamtwert von 3,9 Milliarden US-Dollar. Neben den Systemen in der neuesten Konfiguration 3+ sichert sich das Land die Beschaffungsrechte für 56 Patriot MIM-104E Guidance Enhanced Missile TBM (GEM-T) Raketen und 168 Patriot Advanced Capability-3 Missile Segment Enhancement Raketen. Bis heute hat Rumänien vier Patriot-Luftabwehrsysteme erhalten. Das erste System traf im Februar 2022 ein. Die Lieferung der nächsten drei Systeme ist hingegen für das Jahr 2027 geplant. Alle Patriot-Luftverteidigungssysteme sind beim 74. Patriot-Regiment der rumänischen Luftstreitkräfte stationiert. Im September 2024 genehmigte das rumänische Parlament die Spende eines Patriot-Systems an die Ukraine, unter der Bedingung, dass Rumänien von seinen Verbündeten ein Ersatzsystem erhält. Norwegen erklärte sich aus diesem Grund bereit, mit 127 Millionen US-Dollar zur Beschaffung eines Ersatzsystems beizutragen.
„Raytheon hat sich verpflichtet, Rumänien mit fortschrittlichen integrierten Luft- und Raketenabwehrsystemen auszustatten, um seine Bürger und kritischen Infrastrukturen zu schützen“, sagte Pete Bata, Senior Vice President von Global Patriot bei Raytheon.

Deutschland rüstet auf

Neben Rumänien plant auch Deutschland, an die Ukraine gelieferte Patriot-Systeme zu ersetzen. Denn die Bundeswehr hat aus ihrem Bestand mehrere Patriot-Systeme an die Ukraine geliefert. Folgerichtig verfügen die deutschen Streitkräfte nur noch über zehn Patriot-Flugabwehrsysteme. Um die Arsenale aufzufüllen und die Fähigkeiten in der Luftverteidigung auszubauen, gab der Haushaltsausschuss des Bundestages im vergangenen März grünes Licht für die Beschaffung von vier Patriot-Luftabwehrsystemen im Wert von 1,4 Milliarden Euro. Die Lieferung der neuen Systeme soll schrittweise bis 2030 erfolgen.

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