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Daten von Landtagsabgeordneten im Darknet

Im Rahmen einer Untersuchung eines Schweizer Technologieunternehmens wurden Anfang April persönliche Daten deutscher Landtagsabgeordneter im Darknet entdeckt – darunter auch Informationen von Abgeordneten aus Baden-Württemberg. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) reagierte unmittelbar und analysierte die relevanten Funde.

Die Auswertung ergab, dass die betroffenen Daten aus veralteten, öffentlich zugänglichen Quellen stammen und größtenteils über ein Jahr alt sind. Sie umfassen etwa E-Mail-Adressen, wie sie auf der Landtags-Website veröffentlicht sind, oder Zugangsdaten zu frei nutzbaren Internetdiensten. Hinweise auf einen Abfluss sensibler Daten aus dem Landtagsnetz oder der Landesverwaltung gibt es nicht. Auch technische Sicherheitsmaßnahmen wie Passwortrichtlinien waren laut CSBW nicht Ursache des Vorfalls.

Da die Betroffenen laut dem Unternehmen bereits frühzeitig informiert wurden und die CSBW den Landtag vor der Medienberichterstattung einbezog, wird das Risiko als gering eingeschätzt. Dennoch wird empfohlen, betroffene E-Mail-Konten vorsorglich mit neuen Zugangsdaten abzusichern.

Der Landtag Baden-Württemberg ist Teil des kontinuierlichen Cybermonitorings der CSBW. Verdächtige Aktivitäten, etwa das Angebot von Abgeordnetendaten im Darknet, lösen automatische Alarme aus und werden von den Analystinnen und Analysten geprüft.

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