StartVerteidigungEloKa-Simulator geht den nächsten Schritt

EloKa-Simulator geht den nächsten Schritt

Seit 2018 entwickelt die Defence Research Innovation Agency (DARPA) ein computergestütztes System zur Simulation elektronischer Kampfführung. Im kommenden Jahr soll es in ein Experimentallabor der Navy überführt werden.

Der Digital Radio Frequency Battlespace Emulator (DRFBE) nutzt laut Programmmanagerin Dr. Anna Tauke-Pedretti eine Echtzeit-Hochleistungsrechnerarchitektur. Dieser soll die Latenz reduzieren und eine realistischere Radio Frequency(RF)-Simulation ermöglichen. Das technische Rückgrat des Systems stellt der größte Prozessor der Welt dar. Das ermöglicht sehr große Datendurchsätze. Im Gegensatz zu tradierten Emulationssystemen erlaubt der DRFBE die gleichzeitige Simulation komplexer RF-Einsätze mit hoher zeitlicher Präzision.
Die Simulation der elektronischen Kriegsführung gestaltet sich für Streitkräfte bisher noch herausfordernd. Labore haben oft Schwierigkeiten, eine realistische Umgebung zu simulieren. Freilufttests hingegen sind mit großem Kostenaufwand verbunden. Hinzu kommt, dass das Interesse an den wenigen geeigneten Testplätzen groß ist.

„DRFBE ist ein Katalysator, der die Größenordnung neu definiert, in der wir EW-Nutzlasten entwickeln und komplexe Herausforderungen angehen können“, sagte Jennifer Koch, Cheftechnologin für Flugzeug- und Frequenzintegrationsumgebungen bei der US-Marine. Das System ermögliche den Labors der Navy, Lösungen mit beispielloser Raffinesse zu entwickeln.
DARPA arbeitet bereits an der nächsten Ausbaustufe des DRBE-Systems: Geplant ist die Integration hochmoderner optischer Interconnect-Technologie, die die Bandbreite drastisch erhöht und eine skalierbare Vernetzung von Hunderten wafer-scale-Computern ermöglicht.

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