Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat jüngst eindringlich vor einem erheblichen Sicherheitsrisiko im Bereich der Zahlungsdienstleistungen gewarnt. Dabei ruft das BSI dazu auf, neben der Benutzerfreundlichkeit vor allem die Transparenz der Datennutzung und die Sicherheitsmaßnahmen kritisch zu betrachten.
Eine Sprecherin der Behörde betonte gegenüber der Deutschen Presse Agentur (DPA), Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich „bei der Entscheidung für ein Produkt oder eine Dienstleistung grundsätzlich nicht nur die Frage stellen, ob die Grundfunktionalität hilfreich ist, sondern darauf achten, welche Informationen der Anbieter mit Blick auf Sicherheitsvorfälle bereitstellt“.
Weiterhin sollten Nutzerinnen und Nutzer derartiger Dienste sich informieren, ob das jeweilige Unternehmen eine positive Reputation hat, was den Umgang mit nutzungsbezogenen Daten angeht. Weiter betont das BSI die Wichtigkeit von Informationen über die technischen Gegebenheiten des etwaigen Anbieters.
Paypal-Panne als möglicher Anlass
Wie real diese Risiken sind, zeigte sich zuletzt bei Paypal. Dort waren Sicherheitssysteme ausgefallen, die betrügerische Lastschriften erkennen und blockieren sollten. In der Folge mussten Banken in Deutschland verdächtige Transaktionen stoppen, die von der Paypal-Bank in Luxemburg weitergereicht wurden.
Kundinnen und Kunden standen dabei nicht nur vor praktischen Problemen, sondern auch vor der Frage, wie transparent der Anbieter über Umfang und Ursache des Vorfalls informiert. Kritisiert wurde insbesondere, dass Paypal keine direkte Kontaktmöglichkeit für Betroffene anbot und nur spärliche Informationen veröffentlichte.

