Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam innovative KI-Anwendungen zu entwickeln.
Ziel ist es, Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz in der Landesverwaltung zu erproben und die daraus gewonnenen Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie auch für andere Bereiche der Verwaltung nutzbar werden. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf drei Jahre angelegt.
Erste Einsatzgebiete
Konkret sollen Projekte entstehen, die den Einsatz von KI in Verwaltungsprozessen praktisch erproben. Dazu zählen Anwendungen, die Beschäftigte bei der Recherche oder Entscheidungsfindung unterstützen, etwa durch die automatisierte Auswertung von Dokumenten oder durch Assistenzsysteme wie Chatbots. Auch die Entwicklung von sicheren Datenplattformen und Recheninfrastrukturen gehört zu den Vorhaben, um KI-Projekte verlässlich und skalierbar umsetzen zu können.
Erfahrungen aus bereits laufenden Vorhaben geben Hinweise darauf, wie die neue Kooperation ausgestaltet werden könnte. So unterstützt das Projekt KI4KMU-RLP kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung von KI-Anwendungsfällen, etwa in der Fertigungsplanung oder Qualitätskontrolle. Mit GPU4GenAI investiert das Land in leistungsstarke Hardware, damit das DFKI in Kaiserslautern generative KI-Modelle und Deep-Learning-Verfahren weiterentwickeln kann. Auch die Förderung von KI in der Hochschullehre – etwa durch den Einsatz digitaler Lernwerkzeuge und die Vermittlung von Kompetenzen zu erklärbarer und vertrauenswürdiger KI – zeigt, dass Rheinland-Pfalz den Aufbau von Know-how und Infrastruktur systematisch begleitet.
Im Rahmen der neuen Kooperation sollen diese Erfahrungen stärker auf die öffentliche Verwaltung übertragen werden. Geplant ist, Demonstratoren für konkrete Anwendungsfälle zu entwickeln, ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und die Ergebnisse transparent zu dokumentieren. Neben der Effizienzsteigerung steht auch der Anspruch im Vordergrund, den Einsatz von KI ethisch verantwortungsvoll, benutzerorientiert und datenschutzkonform zu gestalten. Damit will Rheinland-Pfalz den Weg bereiten, um langfristig tragfähige Strukturen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in staatlichen Institutionen aufzubauen.
Mehr zur Digitalisierung in Rheinland-Pfalz gibt es am 30. Oktober 2025 beim Kongress Digitale Verwaltung Rheinland-Pfalz in Mainz.

