StartVerteidigungRheinmetall liefert Lynx in die Ukraine

Rheinmetall liefert Lynx in die Ukraine

Das größte deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall liefert der Ukraine fünf Schützenpanzer vom Typ Lynx KF41. Ein entsprechender Vertrag besteht seit Dezember 2025. Für die Finanzierung zeichnet die Bundesrepublik verantwortlich.

Wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, sollen die ersten Fahrzeuge noch im ersten Quartal dieses Jahres zulaufen. Darüber hinaus stellt Rheinmetall weitere Lieferungen in Aussicht. Die Düsseldorfer planen sogar perspektivisch, eine eigene Produktionslinie für den Schützenpanzer in der Ukraine aufzusetzen.

Die Ukraine erhält die große Variante

Die in die Ukraine gelieferten Fahrzeuge werden mit dem Zwei-Mann-Turm Lance und weiteren länderspezifischen Anpassungen ausgestattet. Die offene elektronische Architektur und das relativ große Innenraumvolumen der Serienfahrzeuge bleiben auch in der ukrainischen Version erhalten.

Das Fahrzeug bietet Platz für eine dreiköpfige Besatzung sowie zwischen acht und neun Soldaten. Bei der in die Ukraine gelieferten Version KF41 handelt es sich um die größere Variante des Lynx. Sie ist 7,73 Meter lang, 3,6 Meter breit und 3,3 Meter hoch. Mit diesen Ausmaßen bringt der Schützenpanzer ein Gewicht von 44 Tonnen auf die Waage. Für den Antrieb sorgt ein Dieselaggregat mit 1.140 PS. Das erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h auf geteertem Untergrund. Darüber hinaus können neben dem Lance-Turm, der wahlweise über eine 30-mm- oder 35-mm-Kanone verfügt, optional Panzerabwehrlenkraketen oder ein 7,62-mm-koaxiales MG auf dem Fahrzeug Platz finden. Dieses modulare Konzept setzt sich bei der Panzerung fort: Sie kann je nach Auftrag angepasst werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein