Positive Umweltwirkung Grüner Anleihe bestätigt

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Green Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse zur teilweisen oder kompletten (Re-) Finanzierung ökologisch nachhaltiger Projekte verwendet werden. Hier im Bild das Logo der Green Bonds Baden-Württemberg. (Foto: Finanzministerium Baden-Württemberg/Michael Benz on Unsplash)

Der baden-württembergische “Green Bond” mit einem Umfang von 300 Millionen Euro habe eine nachweislich positive Umweltwirkung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Prüfung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie.

Im März 2021 hatte Baden-Württemberg als erstes Bundesland einen sogenannten “Green Bond” herausgegeben. Das Volumen für die zehnjährige Anleihe betrug 300 Millionen Euro. Zum Green Bond Baden-Württemberg wurde ein sogenanntes Green Bond Framework erstellt, das den Rahmen für die Wertpapiere bildet. Es orientiert sich unter anderem an den Umweltzielen der EU-Taxonomie für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Ebenso an den Green Bond Principles der International Capital Market Association (ICMA).

“Wir wollen Kapital eine Richtung geben hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das Ergebnis bestätigt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Und für Investoren ist die gute Nachricht: Ihr Geld ist tatsächlich nachhaltig angelegt”, erklärt Baden-Württembergs Finanzminister Dr. Bayaz.

Der Bericht des Wuppertal Instituts konzentriere sich auf die umwelt- und klimarelevanten Wirkungen von 25 Projekten. Sie haben ein Gesamtvolumen von über 240 Millionen Euro. In künftigen Berichten soll die überprüfte Projektanzahl schrittweise erhöht werden.

Der Großteil der bewerteten Projekte könne den Umweltzielen Klimaschutz und “Schutz der Biodiversität” zugeordnet werden. Den wichtigsten Indikator stellen dabei die vermiedenen Treibhausgasemissionen dar. So haben die berücksichtigten Neubauprojekte einen um 89 Prozent geringeren CO2-Ausstoß als der vergleichbare Gebäudebestand 1990 erreicht.

Die finanzierten Förderungen des Waldes trügen mit 239 Tonnen zur CO2-Aufnahme bei. Zu den Indikatoren im Bereich Kreislaufwirtschaft zählen 1.400 Tonnen Phosphor, die in geförderten Anlagen in Zukunft jährlich rückgewonnen werden können. Die Wirkung für die Biodiversität könne unter anderem an 41.000 ha Naturschutzflächen gemessen werden.

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