Aussteigerprogramm aufgelegt

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Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) stellte ein neues Aussteigerprogramm vor. (Foto: BS/Boris Trenkel)

Das Brandenburger Innenministerium hat ein Ausstiegs- und Distanzierungsprogramm für ausstiegswillige Extremistinnen und Extremisten gestartet. Das Programm trägt den Namen “wageMUT” und ergänzt die Präventionsarbeit des brandenburgischen Verfassungsschutzes.

Wichtiger Bestandteil des Programms ist die aktive Ansprache von Personen, die in extremistischen Milieus aktiv sind. Sie sollen so für einen Ausstieg motiviert werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf Heranwachsende und junge Erwachsene gelegt. Es gibt u. a. eine Beratungshotline. Innenminister Michael Stübgen (CDU) erklärte: “Wer aus eigenem Antrieb ein extremes Umfeld verlassen möchte und dafür Begleitung und Hilfe anfragt, verdient diese Unterstützung aus meiner Sicht auch. Mit “wageMUT” soll Ausstiegswilligen geholfen werden, ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt und Extremismus zu führen.” Mit dem neuen Programm schließe man eine wichtige Lücke in Brandenburg.

Und der Leiter der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium, Jörg Müller, ergänzte: “Auf dem Weg in ein Leben ohne Extremismus sind Ausstiegswillige häufig mit persönlichen und sozialen Problemen konfrontiert. An diesen individuellen Bedürfnislagen setzen die Ausstiegsbegleiterinnen und -begleiter des Verfassungsschutzes an. Sie werden bedarfsgerechte individuelle Hilfsangebote zur Bewältigung des Alltags in Form von Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.” Ebenso seien Unterstützung, Beratung und Hilfe für das familiäre Umfeld oder für Schulen möglich. Sämtliche Daten würden streng vertraulich behandelt.

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