Mehr Ausbildungsplätze für Notfallsanitäter

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Dank einer Einigung zwischen dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und der Arbeitsgemeinschaft der Sozialversicherungsverbände in Bayern werden in den Jahren 2023 und 2024 mehr Notfallsanitäter ausgebildet als je zuvor. (Foto: BS/ Golda, pixabay.com)

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) erzielt mit der Arbeitsgemeinschaft der Sozialversicherungsverbände in Bayern eine Einigung. Ausbildungsplätze für Notfallsanitäterinnen und Sanitäter werden signifikant aufgestockt.   

Insgesamt 750 Ausbildungsplätze finanzieren die Kostenträger demnach in den Jahren 2023 und 2024. Im Jahr 2022 war die Zahl der Ausbildungsstellen noch auf 245 begrenzt.

Das Berufsbild des Notfallsanitäters und der Notfallsanitäterin ist vergleichsweise jung. Es gilt per Bundesgesetz seit 2014. Es löste nach einer Übergangs- und Anerkennungsphase das Berufsbild des Rettungsassistenten bzw. der Rettungsassistentin ab. Die Finanzierungsverantwortung des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes obliegt den Sozialversicherungsverbänden. Um sich Notfallsanitäter nennen zu dürfen, muss eine dreijährige Ausbildung durchlaufen werden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßt die Einigung und lobt das Verhandlungsgeschick des BRK. “Deutlich mehr Notfallsanitäter sind ein wichtiger Beitrag, um den gestiegenen Herausforderungen im Rettungswesen zu begegnen und die Versorgung der bayerischen Bevölkerung in medizinischen Notfällen nachhaltig sicherzustellen”, so der Innenminister.

Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin des BRK, betrachtet die Aufstockung der Ausbildungsplätze als dringend notwendig. Der Rettungsdienst agiere zum Teil bereits an der Belastungsgrenze. Mit Soforteffekten dürfe man aber nicht rechnen. Dennoch zieht die Landesgeschäftsführerin eine positive Bilanz: “Es ist ein richtiges und notwendiges Signal, dass die Kostenträger nun zustimmen. Mehr Fachkräfte entlasten den Rettungsdienst nachhaltig und langfristig. Damit wird die Attraktivität des Berufsbildes zukunftsfest.“ 

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