In der Bundeshauptstadt hat es einen tätlichen Angriff auf einen Rettungssanitäter der Berliner Feuerwehr gegeben. Dieser musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Rettungswagenbesatzung war zu einem Einsatz alarmiert worden. Die betroffene Person lehnte die Hilfe der Rettungskräfte jedoch ab. Als sich die Einsatzkräfte auf dem Rückweg zu ihrem Rettungswagen befanden, soll ihnen die Person gefolgt sein und zu einem Faustschlag in Richtung eines Notfallsanitäters ausgeholt haben. Der zweite Kollege der Rettungswagenbesatzung hielt daraufhin den Tatverdächtigen von hinten fest. Unmittelbar danach spürte er einen Tritt gegen sein rechtes Bein. Der Mitarbeitende erlitt eine Fraktur seines Sprunggelenks. Der Tatverdächtige wurde durch die Polizei Berlin festgenommen und in einer psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses vorgestellt.
Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen erklärte: „Unser Kollege ist seinem Retter-Instinkt gefolgt und wollte die Bedrohung für seinen Kollegen abwenden: So, wie die Berliner Feuerwehr immer und jedem Menschen in einer Notlage zu Hilfe eilt. Dass unser Kollege bei seinem Versuch der Schlichtung tätlich angegriffen und so schwer verletzt wurde, dass er operiert werden musste, ist erschütternd. Wer seine Arbeit dem Wohl der Allgemeinheit widmet, der darf nicht als Opfer einer Gewalttat im Krankenhaus landen. Auch ein vermeintlich psychischer Ausnahmezustand rechtfertigt diese Tat für mich nicht.“
Die Berliner Feuerwehr steht in engem Kontakt mit der betroffenen Einsatzkraft und unterstützt die Verarbeitung der Erlebnisse und Nachbereitung der Tat. Intern wurde der Fall der Beauftragten für Prävention übergeben.

