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Neue Fachpraktikerausbildung in NRW

Fachpraktikerin bzw. Fachpraktiker Hauswirtschaft und personenorientierte Serviceleistungen – so nennt sich der neue Ausbildungsberuf, den Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen künftig erlernen können. Das Arbeitsministerium, das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die nordrhein-westfälische Landwirtschaftskammer und die Industrie- und Handelskammer erweitern mit dieser neuen Fachpraktikerausbildung das Ausbildungsangebot für junge Menschen, für die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung eine herkömmliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht infrage kommt.

„Menschen mit Behinderung haben große Potenziale, von denen Unternehmen profitieren können und die besonders in Zeiten des Arbeitskräftemangels endlich erkannt werden müssen“, erläutert Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Junge Menschen mit Lernbehinderung würden häufig von einer regulären Ausbildung ausgeschlossen, obwohl sie starke praktische Fähigkeiten hätten, die sie einbringen könnten. „Von ihrer Inklusion profitieren alle Beteiligten – die Jugendlichen selbst und die Betriebe”, betont Laumann.

Die Ausbildung zur Fachpraktikerin bzw. zum Fachpraktiker Hauswirtschaft und personenorientierte Serviceleistung kombiniert hauswirtschaftliche und personenbetreuende Inhalte. Die Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für die Arbeit im Service sowie in der Betreuung und Unterstützung des Alltags von Senioren, Jugendlichen und Kindern. Auch die Arbeit im Bereich Hauswirtschaft in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, der beruflichen Rehabilitation oder in Betrieben mit einer hauswirtschaftlichen Abteilung ist ein mögliches Tätigkeitsfeld nach absolvierter Ausbildung.

Von Inklusion profitieren alle

Die Ausweitung der Ausbildungsmöglichkeiten basiert auf den Erfahrungen mit der Ausbildung zur Fachpraktikerin bzw. zum Fachpraktiker Service in sozialen Einrichtungen, die einige Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen anbieten. „Ich freue mich, dass wir den Impuls nun landesweit umsetzen und mit dem neuen Ausbildungsberuf im Bereich Hauswirtschaft und Betreuung ein weiteres Angebot für die Inklusion junger Menschen mit Einschränkungen in ein erfolgreiches Berufsleben schaffen“, so Laumann. „Wir brauchen jede und jeden, um die Herausforderungen der Zeit zu stemmen. Inklusion ist ein wichtiger Baustein beim Weg aus der Fachkräftekrise und die Nachfrage nach Arbeitskräften am Arbeitsmarkt so hoch wie selten zuvor.“

In der Fachpraktikerausbildung werden praktische Inhalte des Fachbereichs stärker gewichtet, die Theorie wird reduziert. Davon sollen insbesondere Auszubildende mit einer Lernbehinderung profitieren. Angeboten wird der neue Ausbildungsberuf voraussichtlich ab dem Ausbildungsjahr 2025/2026.

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