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Fahrplan der Zukunft

Das Verkehrsministerium von Baden-Württemberg hat einen landesweiten Dialog für die langfristige Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs vereinbart. Der sogenannte Zukunftsfahrplan ist Grundlage für die schrittweise Umsetzung der Mobilitätsgarantie auf der Schiene.

„Den Zugverkehr leistungsfähig und zuverlässig auszubauen, ist ein wesentlicher Bestandteil für den Klimaschutz. Das Ziel ist, dass in Ballungsräumen alle 15 Minuten und in den ländlichen Regionen alle 30 Minuten Bus oder Bahn fahren. Dahin geht es aber nur Schritt für Schritt. Deshalb definieren wir gemeinsam mit zahlreichen Fachleuten jetzt die Etappen dahin“, sagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann.

Der Zukunftsfahrplan definiert auch die Angebots- und Qualitätsstandards für die nächsten Jahre. Der ergebnisorientierte Planungsansatz ermöglicht es, den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) fit für kommende Herausforderungen zu machen und schrittweise die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen im Land immer besser zu erfüllen heißt es aus dem Verkehrsministerium.

Angebotszuwachs

Am Montag, 22. Juli 2024, startete die Konzeptphase mit einer Auftaktveranstaltung in der Landeshauptstadt. Anschließend geht es in die verschiedenen Regionen im Land, um Anforderungen wie Taktung, Infrastruktur, Fahrzeuge, Kapazität und Fahrgastinformationen frühzeitig zu entwickeln und festzulegen. Der Zukunftsfahrplan steht für ein effizientes und qualitativ hochwertiges Angebot von Morgen. Im Rahmen des Ziels, eines 15-Minuten-Takts in Ballungsräumen und eines 30-Minuten-Takts in ländlichen Räumen, sollen verschiedene Verkehrsträger eingeplant werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Bus schnell eingesetzt werden kann, Bahn oder Zug aber immer mit umfangreichen Investitionen verbunden sind. Daher müssen Schienenbezogene Anbindungen frühzeitig definiert werden, erklärt Hermann. 

Etappen zum Ziel

Die Umsetzung des Zukunftsfahrplans wird dabei schrittweise erfolgen. Der Ausbaupfad ist abhängig von der finanziellen Ausstattung der Regionalisierungmittel des Landes. In den ersten Etappen bis 2028 und 2034 gehen bereits beschlossene Ausbaumaßnahmen der Schieneninfrastruktur in Betrieb. Wir wollen den Menschen auch diese konkreten Verbesserungen des Angebots aufzeigen. Diese werden im Zukunftsfahrplan antizipiert und berücksichtigt.

Der Zukunftsfahrplan entsteht unter umfassender Einbindung der Fachöffentlichkeit, Fahrgastverbänden und weiteren Interessensvertretungen. Nach der Auftaktveranstaltung am 22. Juli 2024 wird der Dialog in vier Regionalforen, angelehnt an die vier Regierungsbezirke Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen, im Herbst 2024 fortgeführt.

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