Der Umsetzungsplan der deutschen Resilienzstrategie wurde durch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) veröffentlicht. Bisher wurden demnach mehr als 420 Maßnahmen bereits auf den Weg gebracht. Allein das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat über 70 Maßnahmen zum Umsetzungsplan beigetragen.
Beispiele dafür sind Selbstschutz und Selbsthilfe, die Risikoanalyse des Bundes im Zivilschutz, die Weiterentwicklung der Konzeption Zivile Verteidigung und der länder- und ressortübergreifenden Krisenmanagementübung LÜKEX, die Mitwirkung im Gemeinsamen Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz sowie die Beschaffung von Einsatzfahrzeugen im Rahmen der ergänzenden Ausstattung.
„Wir leben in besonderen Zeiten, in denen wir uns mit Krieg, Klimawandel und vielen weiteren Krisen gleichzeitig auseinandersetzen müssen. Der Bevölkerungsschutz gehört zum Fundament einer resilienten Gesellschaft. Das BBK leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Dies wird auch durch die Maßnahmen des BBKs im Umsetzungsplan der Resilienzstrategie deutlich“, erklärte dazu BBK-Präsident Ralph Tiesler.
Die Resilienzstrategie – vollständig die Deutsche Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen – wurde im Juli 2022 als ganzheitlichen Ansatz im Umgang mit Risiken und Krisen erstellt. Die Fäden bei der Erarbeitung liefen in der Nationalen Kontaktstelle (NKS) für die deutsche Resilienzstrategie und das Sendai Rahmenwerk beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zusammen. Seitdem haben alle Bundesministerien unter der Federführung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) gemeinsam den „Umsetzungsplan der Deutschen Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen“ erarbeitet
Die fünf Handlungsfelder der Strategie sind „Das Katastrophenrisiko verstehen“, „Die Institutionen stärken, um das Katastrophenrisiko zu steuern“, „In die Katastrophenvorsorge investieren, um die Resilienz zu stärken“, „Die Vorbereitung auf den Katastrophenfall verbessern und einen besseren Wiederaufbau ermöglichen“ und „Internationale Zusammenarbeit“. Ein Großteil der Maßnahmen soll schwerpunktmäßig im Zeitraum 2024 und 2025 umgesetzt werden. Diese Maßnahmen beschäftigen sich mit einer Vielzahl an spezifischen Gefahren wie Stromausfällen, Landdegradation, Hackerangriffen oder Starkregen. Mehr als ein Drittel der Maßnahmen berücksichtigen jedoch den sogenannten All-Gefahren-Ansatz, d.h. sie beziehen in der Umsetzung alle denkbaren Gefahren mit ein, unabhängig davon, ob sie natürlich oder menschengemacht sind.
Den vollständigen Umsetzungsplan finden Sie hier.
Die Resilienzstrategie finden Sie hier.

