Seit dem 1. Mai 2025 sollen neue Personalausweis- und Reisepassanträge nur in Kombination mit einem digitalen Lichtbild eingereicht werden. Um den Antragsstellen die Chance zu geben, die entsprechende Technik einzurichten, wurde bis zum 31. Juli eine Übergangsfrist eingeführt. Seit dem 1. August sind die Papierfotos nun endgültig Geschichte, doch das bringt mancherorts immer noch Probleme mit sich.
Die neue Regelung sieht vor, dass Passbilder entweder direkt in der Behörde per Fototerminal oder durch einen zertifizierten Fotografen aufgenommen und über einen sicheren Übermittlungsweg digital an die jeweilige Passbehörde übermittelt werden. Ziel ist es, die Sicherheit der Dokumente zu erhöhen, Manipulationen auszuschließen und das Passwesen insgesamt zu digitalisieren.
Zusätzlich müssen Ausweisdokumente seit dem 2. Mai nicht mehr bei der Antragsstelle abgeholt werden, sondern können jetzt, gegen eine Gebühr, von der Deutschen Post nach Hause geliefert werden.
Was auf dem Papier wie ein wichtiger Schritt in Richtung digitalem Passwesen klingt, gestaltet sich in der Realität jedoch nicht völlig reibungslos. Aus einem internen Papier das Bundesinnenministerium, welches der Bild-Zeitung vorlag, geht hervor, dass es vor allem in ländlichen Regionen an technischer Ausrüstung fehlt. So seien etwa in Baden-Württemberg, Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern derzeit weniger als 40 Prozent der Passstellen mit entsprechenden Terminals ausgestattet.
Auch kommt es vielerorts noch zu Problemen mit der Foto-Überprüfungssoftware. Laut Bundesinnenministerium (BMI) sind Fotos, die zwar von der Foto-Prüfung als biometrisch in Ordnung eingestuft werden, nicht immer für den tatsächlichen Gebrauch nutzbar.
Dennoch bleibt die Vorgabe eindeutig: Seit dem 1. August 2025 sind ausschließlich digitale Passbilder zulässig. Wer nun noch ein Papierfoto mitbringt, muss mit einer Zurückweisung seines Antrages rechnen. Auch wenn die Übergangsfrist einige Behörden zeitlich entlastet hat, ist spätestens jetzt die vollständige Umstellung Pflicht – nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch.

