Dass die deutschen Sicherheitsbehörden eine technische Antwort auf die stetig wachsenden Datenmengen benötigt, ist zumindest in den eigenen Kreisen seit langem Tonus. Doch die Frage, woher diese technische Antwort kommen soll, führte in der Vergangenheit zu hitzigen Debatten. Nun könnte eine europäische Gemeinschaftslösung zumindest einige Kritikerinnen und Kritiker beruhigen.
Der deutsche Softwareanbieter rola Security Solutions macht künftig mit dem französischen Unternehmen ChapsVision gemeinsame Sache. Im Zentrum der Partnerschaft steht die ChapsVision-Plattform ArgonOS. Die Datenanalyseplattform ist bereits bei französischen Sicherheitsbehörden im Einsatz. Ziel der beiden IT-Unternehmen ist es, den Weg für eine Nutzung in Deutschland zu ebnen und eine europäische Lösung für die Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen zu liefern.
Für Polizei und Geheimdienste
ArgonOS ist als Big-Data-Infrastruktur speziell für Polizei und Geheimdienste konzipiert. Es umfasst Daten-Mining, Custom-Analyseframeworks und Künstliche Intelligenz (KI)-basierte Entscheidungshilfen. Durch offene Schnittstellen und einen API-First-Ansatz sollen nahtlose Anbindungen an bestehende IT-Landschaften ermöglicht werden. Mit nachvollziehbaren Datenmodellen der Analyseumgebung setzt ArgonOS auf Transparenz. Zudem können nach Angaben von rola Anwenderinnen und Anwender diese Modelle „flexibel anpassen und erweitern“. Insgesamt versprechen rola und ChapsVision den Sicherheitsbehörden volle Kontrolle über ihre Daten.
In der künftigen Zusammenarbeit werde ChapsVision die technologische Basis bereitstellen und an Weiterentwicklungen von ArgonOS arbeiten. rola übernehme die Integration und das Customizing für die deutschen Sicherheitsbehörden – inklusive speziell auf diese zugeschnittener Auswerte-Blueprints und Datenadapter. Zudem werde das Unternehmen aus Oberhausen Schulungen für die Beamtinnen und Beamten anbieten und ArgonOS um spezifische Fachmodule erweitern.

