Vergangene Woche vermeldete Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) – ein Joint Venture bestehend aus Rheinmetall und BAE Systems – die ersten Schießerprobungen des Kampfpanzers Challenger 3 mit Besatzung an Bord.
Zuvor wurde Rheinmetalls 120-mm-Glattrohrkanone L55A1 nur ferngesteuert auf dem Kampfpanzer erprobt. Sowohl ferngesteuert als auch bemannt kam die selbe Munition zum Einsatz: Wuchtgeschosse (Kinetische Energie/KE) und programmierbare Mehrzweck(MZ)-Munition.
Damit ist ein wesentlicher Meilenstein genommen. Bis der Kampfpanzer als Hauptwaffe des britischen Heeres seinen Dienst antreten kann, muss aber noch einige Zeit verstreichen. Geplant ist, den Challenger zwischen 2030 und 2040 in Dienst zu stellen. Die Erstbefähigung ist laut Zeitplan im Jahr 2027 vorgesehen.
Allerdings war das Programm während seiner bisherigen Laufzeit von Problemen gezeichnet. Insbesondere Verzögerungen in den Lieferketten standen dem zeitgerechten Erreichen der Meilensteine bisher im Weg. Insgesamt sollen 148 Challenger 2 Fahrzeuge auf Challenger 3-Standard umgerüstet werden.
Von Challenger 2 zu Challenger 3
Der Challenger 3 nutzt die alte Challenger-2-Plattform, ersetzt aber Turm, Waffe und Elektronik. Denn die Abwehrsysteme des Kampfpanzers zählen weiterhin zu den besten der aktuellen Kampfpanzergeneration. Die Bewaffnung kann diesen hohen Standard allerdings nicht halten. Darüber hinaus schränkt die gegenwärtig verwendete Kanone die Interoperabilität ein. Verschossen wird nämlich ein Geschoss außerhalb des NATO-Standard-120mm-Systems. Diesen Problemen will das britische Heer mit dem Einbau des neuen Waffensystems Herr werden.
Des Weiteren zählen verbessertes Tag-/Nachtsichtgeräte, moderne digitale Architektur und ein aktives Schutzsystem zu den Modernisierungen, welche RBSL in die neue Iteration des Kampfpanzers einrüstet.







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