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StartStaat & RathausGeldnöte sind die größten Herausforderungen

Geldnöte sind die größten Herausforderungen

Eine aktuelle Umfrage der Körber-Stiftung unter ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern legt die Unzufriedenheit und Sorgen der Amtstragenden offen. Ganz oben steht das kommunale Finanzdesaster.

Auf 35 Milliarden Euro könnte sich das kommunale Finanzdefizit in diesem Jahr summieren, falls es keine Unterstützung von Bund und Ländern gibt. Das prognostizieren die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Deutscher Städtetag (DST) und Deutscher Landkreistag (DLT) und warnen gleichzeitig, dass in dem Fall die Folgen für Investitionen, Daseinsvorsorge und die Akzeptanz staatlichen Handelns „gravierend“ seien.

Wie sich die angespannte finanzielle Lage auf den Arbeitsalltag der ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister auswirkt, zeigt auch eine aktuelle Forsa-Umfrage, für die die Körber-Stiftung von Oktober 2025 bis Januar 2026 bundesweit 1.705 Ehrenamtliche befragen ließ. So sahen 88 Prozent von ihnen die fehlenden Haushaltsmittel als „große bis sehr große“ Herausforderung an. Lediglich 33 Prozent der befragten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister waren mit ihren Gestaltungsspielräumen zufrieden, bei der vorangegangenen Befragung aus dem Jahr 2024 waren es noch 51 Prozent gewesen.  

Ergebnisse als Warnsignal

Neben fehlenden Haushaltsmitteln, die als größte Herausforderung betrachtet werden, gaben 80 Prozent als zweitgrößte Herausforderung das Thema Wirtschaftskraft an. An dritter Stelle kam mit 75 Prozent die Umsetzung von Maßnahmen im Zuge der Energiewende. Auch das Thema Bürokratie treibt kommunalen Amtstragenden um: 69 Prozent verbringen mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben. 72 Prozent gaben an, dass der Anteil der Verwaltungsaufgaben an ihrer Arbeit in den letzten Jahren zugenommen habe. Gleichzeitig beobachten 22 Prozent vermehrt demokratiefeindliche Tendenzen in ihrer Kommune – fünf Prozent mehr als in der vorangegangenen Befragung von 2024.

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