DSGVO-Bußgelder steigen

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Die Datenschutzbeauftragten der EU-Staaten schöpfen zunehmend den großzügigen Bußgeldrahmen der DSGVO aus. Es trifft erwartungsgemäß vor allem IT-Riesen. (Foto: geralt, www.pixabay.com)

Drei Jahre nach Geltungsbeginn der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nehmen Höhe und Häufigkeit der verhängten Bußgelder Fahrt auf. Allein im dritten Quartal des Jahres beliefen sich die Strafen auf fast 100.000 Millionen Euro. Das ist dreimal so hoch, wie die im gesamten Jahr 2020 verhängten Strafen.

Besonders fiel die kürzlich verhängte Strafe gegen Amazon Europa in Luxemburg zu Buche. Mit 746 Millionen Euro handelt es sich um die höchste Sanktion auf Basis der DSGVO. An zweiter Stelle steht die gegen WhatsApp in Irland verhängte Geldbuße von 225 Millionen Euro. Auf Platz drei folgt Googles Strafe über 50 Millionen Euro in Frankreich aus dem Jahr 2019. Die höchste Strafe in Deutschland liegt bei 35 Millionen Euro. Sie wurde durch die Hamburgische Datenschutzbehörde 2020 gegen H&M ausgesprochen.

Wann und ob die Rekordsummen tatsächlich gezahlt werden, ist allerdings noch nicht ausgemacht. Amazon und WhatsApp haben gegen die Strafen Rechtsmittel eingelegt. Gerade im Datenschutzbereich ziehen sich gerichtliche Auseinandersetzungen oft über Jahre hin.

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