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Weiterer Schritt bei den Füchse-Nachfolgern

Die Nachfolge der Füchse ist gesetzt: Heute trat Deutschland mit der Unterzeichnung des Technical Arrangement (TA) offiziell dem CAVS-Programm (Common Armoured Vehicle System) bei. Der Grundstein wurde mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung am 14. Juni 2022 gelegt (wir berichteten). Bei den CAVS-Fahrzeugen handelt es sich um 6×6 Radfahrzeuge vom finnischen Unternehmen Patria, welche die deutschen Füchse ablösen werden.

Für die CAVS wurde eine Modularität ähnlich wie beim Boxer gewählt, wo auf einer Plattform verschiedene Variationen entstehen. Aktuell gibt es bereits Führungsfahrzeuge sowie gepanzerte Mannschaftstransporter. Weitere Varianten sind geplant, wie beispielsweise eine Amphibie mit Schwimmfähigkeit oder ein 20mm Mörser.

Die NATO-STANAG-Schutzklasse liegt regulär bei Level 2, optional bei Level 4. Ein höheres Schutzniveau bedeutet allerdings auch mehr Gewicht, dabei liegt der Vorteil des CAVS darin, dass es weniger als die Hälfte des Gewichtes des Boxers auf die Straße bringt. Hinzu kommt ein gegenüber dem Boxer deutlich geringerer Stückpreis.

„Wir freuen uns, dass Deutschland durch die TA-Unterzeichnung dem CAVS-Programm beigetreten ist“, freut sich Jukka Holkeri, Executive Vice President Patria Global Division. „Das Programm bietet der Bundeswehr die Möglichkeit, gemeinsam mit den europäischen Partnernationen kosteneffiziente, hochmoderne und modular aufgebaute gepanzerte Fahrzeuge zu beschaffen, die im Rahmen einer beispiellosen multinationalen Zusammenarbeit entwickelt wurden. Die Aufnahme Deutschlands in das Programm wird die Mobilität und Versorgungssicherheit aller teilnehmenden Nationen verbessern, die europäische Handlungsfähigkeit stärken und zugleich sicherstellen, dass Deutschlands Fähigkeitsanforderungen und industriepolitischen Interessen einbezogen werden.“

Die Serienauslieferung der Fahrzeuge begann im November 2021 mit der Übergabe der ersten CAVS an Lettland, das insgesamt über 200 Stück bestellt hat. Deutschland ist nun das fünfte Land, das sich an dem multinationalen Programms beteiligt. Die weiteren sind Finnland (Lead), Estland, Lettland und Schweden.

1 Kommentar

  1. Ein guter Entschluss aber man sollte die deutsche Rüstungsindustrie mit einbeziehen. Das Fahrzeug ist ausgereift und kostengünstig und entspricht den Vorstellung.
    Fazit: guter Entschluss

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