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StartVerteidigungMeppen vollständig geöffnet und brandsicher

Meppen vollständig geöffnet und brandsicher

Das Schieß- und Erprobungsgelände in Meppen ist nach der umfangreichen Überprüfung der Anlage in insgesamt fünf Phasen nun wieder freigegeben. Die Überprüfung des Geländes war 2018 nach einem Moorbrand eingeleitet worden. Nun ist das Gelände nach einer erheblichen Verbesserung des Brandschutzes und des Notfallmanagements wieder freigegeben.

Das Gelände ist für die Bundeswehr von besonderer Bedeutung, da die Dienststelle Meppen das einzige Kompetenzzentrum für Waffen und Kommunikation unter den sechs spezialisierten Erprobungsdienststellen und zwei wehrwissenschaftlichen Instituten ist. Frank Dosquet, Direktor der Wehrtechnischen Dienststelle 91, erläutert dazu: „Unsere unabhängigen Expertinnen und Experten beraten, forschen und erproben neue Wehrtechnik, um sicherzugehen, dass wir unsere Soldatinnen und Soldaten nur mit sicherem und funktionsfähigem Gerät in den Einsatz schicken“.

Brandvorbeugung

Im Rahmen des Brandschutzes wurden insgesamt zehn Millionen Euro investiert um 19 zusätzliche Löschbrunnen und mehrere moorgängige Spezialfahrzeuge zu beschaffen. Dazu gehören sogenannte Moorraupen und zwei zusätzliche Löschraupen. Die Kettenfahrzeuge sind gut dafür geeignet, gegen Moorbrände vorzugehen. Dazu kommt ein rund um die Uhr erreichbares Lagezentrum für die Leitung von Brandbekämpfungseinsätzen bei Notfällen. Das Lagezentrum erlaubt der WTD Wehrtechnische Dienststelle 91, sich in Not- und Krisenlagen selbst zu managen. Ebenfalls wurden Schnittstellen zu allen umliegenden Feuerwehr- und Hilfsorganisationen eingerichtet und regelmäßig gemeinsame Übungen durchgeführt. „Wenn der entsprechende Brandschutz nicht gewährleistet ist, wird bei uns nicht gesprengt oder geschossen“, so Dosquet.

Außerdem habe man in einem weltweit für diesen Zweck erstmalig eingesetzten Verfahren begonnen, Munition aus dem Moor zu entfernen. Bei diesem Verfahren fliegt eine Drohne über das entsprechende Gebiet, um das Erdmagnetfeld messen zu können. Über Anomalien können dann Stellen ausgemacht werden, an denen möglicherweise Munition liegt, um diese dann zu bergen.

Moorschutz

Auch das einzigartige Ökosystem Moor profitiert von den zusätzlichen Brandschutzmaßnahmen. Da dessen Fortbestehen auch im Interesse der Bundeswehr ist, betreibt sie großen Aufwand dasselbe zu erhalten. Zum einen wird das Moor durch Aufstauung anliegender Bäche und Wasserläufe wieder vernässt. Zum anderen sollen Birken, Traubenkirschen und andere Gehölze, die die wertvollen Moorhabitate zerstören, entnommen werden. Dafür kommen ferngesteuerte Spezialmaschinen zum Einsatz, die für die speziellen Gegebenheiten der Arbeiten im Moor ausgelegt sind.

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