Die nach Hamburger Vorbild eingeführten „Quattro-Streifen“ am Bremer Hauptbahnhof sollen weiter ausgebaut werden. Das teilte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in der vergangenen Woche mit. In diesem Zuge plane der Senator für Inneres und Sport „gezielte Maßnahmen gegen ausreisepflichtige Straftäter“.
„In Hamburg hat sich die Task-Force Rückführungen als wirksames Instrument erwiesen“, erklärte Mäurer. Dieses Modell werde nun auch in Bremen umgesetzt. Ziel der „Koordinierungsstelle Rückführung“ sei es, ausreisepflichtige Wiederholungstäter im Umfeld des Bahnhofs aufzugreifen. Außerdem werde die neu eingeführte Koordinierungsstelle auf Basis gemeinsamer Lagebilder gezielter gegen Intensivtäter vorgehen und das insbesondere durch aufenthaltsbeendende Maßnahmen.
Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei, Innenressort, Ausländerbehörde sowie Justiz werde hierfür forciert. Weitere Erweiterungen soll es außerdem bei der Waffenverbotszone geben. Auch die Einsatzzeiten der „Quattro-Streifen“ möchte der Innensenator ausweiten. Die Streifen aus der Polizei Bremen, der Bundespolizei, des Ordnungsdienstes sowie der DB Sicherheit drehen bereits seit Juni letzten Jahres ihre Kontrollrunden. Sie sind laut Mäurer ein „voller Erfolg“: „Die anhaltend positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von Anrainern am Bahnhof bestärken uns.“
Auch von Seiten der Bundespolizeidirektion Hannover, die am Bremer Hauptbahnhof tätig ist, gab es eine positive Bilanz. „Die Quattro-Streife in Bremen ermöglicht ein nachhaltiges und koordiniertes Vorgehen der Sicherheitspartner. Insofern hat sich das Kooperationsmodell, welches sowohl präventive als auch polizeiliche und soziale Elemente berücksichtigt, bisher bewährt“, betonte Michael Schuol, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover.

