Das legale Glücksspielangebot ist eines der wirksamsten Mittel gegen das illegale Glücksspielangebot, wie Georg Stecker, Sprecher des Vorstands des Deutschen Automatenwirtschaft e. V. (DAW), wiederholt betont hat. Auch viele andere teilen diese Ansicht, wie nicht zuletzt das gemeinsame Positionspapier der DAW und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt. Damit das legale Angebot diese Aufgabe erfüllen kann, braucht es jedoch eine gute Regulierung und die Kooperation mit allen Akteuren.
In diesem Sinne erinnert Stecker die anwesenden Mitglieder des Landtages noch einmal an die Spielverordnung, die für die Bekämpfung des illegalen Angebots essenziell sei. Denn auch die GdP sei in dem gemeinsamen Positionspapier zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Stärkung des Vollzugs ohne eine Überarbeitung der Regulierung nicht ausreiche, um gegen das illegale Angebot vorzugehen.
Geplante Stadtgestaltung
Ein weiterer wichtiger Aspekt sei dabei die Zusammenarbeit mit den Kommunen, die nicht immer ohne Streitpunkte verlaufe – Stichwort Vergnügungssteuer, schloss Stecker.
Christof Sommer, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen, erinnerte daran, dass über die Vergnügungssteuer auch ein nicht unerheblicher Anteil an Geldern in die Kommunen fließe und somit einen Beitrag zur Verringerung des Haushaltsdefizits leiste, auch wenn dieses deutlich größer ausfalle.
Sommer führte weiter aus, dass es wichtig sei, dass Kommunen und Glücksspielanbieter bei der Stadtgestaltung zusammenarbeiteten. Denn in den Städten sei kein Platz für Schwarzmarktanbieter und Zustände wie im „Chicago der 20er-Jahre“. Auch die kommunalen Ordnungsbehörden hätten Besseres zu tun, als in Hinterhöfen nach illegalen Spielgeräten zu suchen. In diesem Zusammenhang lobte Sommer noch einmal die Ergebnisse des gemeinsamen Positionspapiers der DAW und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.
Faktor Zeit
Doch während der Planung der Innenstädte bisweilen Zeit brauche, sollte dies bei der Gesetzgebung und den Regularien nicht der Fall sein. Thomas Plöger, Vorstand des Deutschen Automaten-Verbands, betonte, dass Zeit etwas sei, das viele Anbieter nicht hätten. Denn je länger wichtige Entscheidungen hinausgezögert würden, etwa zur Ende 2028 auslaufenden Mehrfachkonzession, desto mehr Spielhallen müssten schließen. Plöger appellierte daher an die Mitglieder des Landtags, hier für Klarheit zu sorgen.





