Die Bundesregierung bringt ein zentrales Vorhaben zur Regulierung Künstlicher Intelligenz auf den Weg: In Berlin nimmt das neue KI-Sicherheitsinstitut „AISI Deutschland“ seine Arbeit auf.
Getragen wird es vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sowie vom Bundesinnenministerium (BMI). Grundlage für das Institut ist ein Beschluss des Nationalen Sicherheitsrates aus dem Juni 2026.
Ziel der neuen Stelle sei es, die Chancen und Risiken moderner KI-Systeme zu analysieren und Deutschlands Widerstandsfähigkeit im Umgang mit neuen Technologien zu stärken. Der Aufbau erfolge laut Angaben des Bundes schrittweise. In der ersten Phase übernehmen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) zentrale Aufgaben.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) betont die Dringlichkeit des Projekts: „Deutschland braucht ein leistungsfähiges KI-Sicherheitsinstitut, das mit der enormen technologischen Entwicklungsgeschwindigkeit Schritt hält.“ Weiter sagt er: „Wir müssen Risiken und Leistungsfähigkeit moderner KI-Systeme technisch fundiert und schnell bewerten können.“ Das Ministerium wolle die Arbeit des Instituts eng begleiten und Impulse für den sicheren Einsatz von KI aufnehmen.
Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht in der Initiative einen wichtigen Schritt für den Standort Deutschland: „Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Staat.“ KI müsse jedoch ebenfalls kontrollierbar bleiben und Deutschland müsse an ihrer rapiden Entwicklung teilhaben.
Inhaltlich gliedere sich die Arbeit zunächst in zwei Bereiche: Cyber-Sicherheit, verantwortet durch das BSI und Fragen der technischen Sicherheit, die bei der Bundesnetzagentur liegen. Perspektivisch soll das Institut weiter wachsen und zusätzliche Kompetenzen bündeln. Geplant sei unter anderem ein strukturierter Wissenstransfer in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft.
Ein Schwerpunkt liege bereits jetzt auf der Analyse leistungsfähiger KI-Modelle, insbesondere im Hinblick auf ihre Fähigkeiten und potenziellen Risiken für die Cyber-Sicherheit. Hintergrund sind auch jüngste Entwicklungen, die zeigen, dass mit steigender Leistungsfähigkeit neue Herausforderungen entstehen können.
Von Beginn an sei das Institut international ausgerichtet. Es soll eng mit Partnern in Europa und darüber hinaus zusammenarbeiten. Erste Austauschformate bestehen bereits mit Institutionen in Frankreich, dem Vereinigten Königreich sowie mit dem europäischen AI Office.





