Vertreter der Unteren Katastrophenschutzbehörden in Niedersachsen schlagen Alarm. Die laufenden Kosten für den Unterhalt der Katastrophenschutzeinheiten steige seit Jahren, doch die Finanzierung seitens des Landes nicht. Die führe zu einem Ungleichgewicht.
„Unsere Aufwendungen bei Ausbildung, Fahrzeugen und Material tragen wir größtenteils selbst. Die laufenden Kosten für Treibstoffe, Mieten, Strom und vieles anderes steigen seit Jahren, die Zuweisungen des Landes aber nicht. Das kann so nicht weitergehen“, mahnt DRK-Landesgeschäftsführer Dr. Ralf Selbach. Die finanzielle Lage der Katastrophenschutz-Einheiten sei dramatisch. Zusammen mit den niedersächsischen Landkreisen fordert der Rotkreuz-Landesverband Niedersachsen mehr Mittel für den Katastrophenschutz in Niedersachsen.
„Landkreise und Region Hannover stecken schon heute deutlich mehr Geld in den Katastrophenschutz, als sie vom Land erstattet bekommen. Für 2025 sind es nicht einmal 70 Cent pro Einwohner. Manche Landkreise haben uns vorgerechnet, dass sie mindestens das Sechsfache ausgeben. Hier muss dringend wegen der aktuellen Sicherheitslage nachgesteuert werden“, unterstreicht auch das Geschäftsführende Präsidialmitglied des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Dr. Joachim Schwind.
Die beiden Vertreter kritisieren, dass die Anforderungen für nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr gestiegen seien, jedoch die Finanzierung „faktisch“ weniger würde. „Die Zeitenwende darf nicht nur im militärischen Bereich stattfinden, sie muss auch im Katastrophenschutz und beim Ehrenamt vor Ort ankommen“, so Schwind und Selbach. Beide fordern, dass die konsumtiven Kosten der Katastrophenschutzeinheiten besser unterstützt und das ad-hoc-Paket aus 2022 auch ab 2026 fortgesetzt werden soll. Zudem sei es sinnvoll, im Rahmen des Sondervermögens einen Schwerpunkt bei der landesweiten Katastrophenschutz-Infrastruktur zu setzen.



