Das größte US-amerikanische Rüstungsunternehmen Lockheed Martin ist vom US-Verteidigungsministerium beauftragt, die Produktionskapazitäten für Boden-Luft-Flugkörper des Typs PAC-3 Missile Segment Enhancement (MSE) zu steigern. Im Rahmen der neuen Acquisition Transformation Strategy soll Lockheed in den kommenden sieben Jahren PAC-Raketen im Wert von 58,62 Milliarden US-Dollar ausliefern.
Durch den Neuabschluss wird die jährliche Fertigungskapazität der PAC-3 MSE bis Ende 2030 auf 2.000 Stück steigen. Gegenwärtig beträgt sie rund 600. Das Unternehmen stellt dementsprechend am Produktionsstandort Camden im Bundesstaat Arkansas neue Mitarbeitende ein. Konkret soll die 1.200 Personen starke Belegschaft auf rund 1.850 Personen anwachsen. Insgesamt plant Lockheed Martin bis zum Jahr 2030 rund acht bis neun Milliarden US-Dollar zu investieren. Mit diesen Summen plant der Rüstungskonzern rund 20 Standorte zu modernisieren.
Die Beschaffung erfolgt als sogenannte Undefinitized Contract Action (UCA). Das bedeutet, dass sich beide Parteien noch nicht auf einen finalen Umfang des Vertrages geeinigt haben. Die Produktion läuft also an, obwohl noch nicht abschließen geklärt ist, aus welchem Etat die Aufrüstung finanziert wird. Auch die Zustimmung des Kongresses steht noch aus.
PAC-Raketen kommen in Konflikten weltweit zum Einsatz. Sie dienen der Abwehr ballistischer Raketen und Marschflugkörper. In dieser Rolle sind sie auch bei den deutschen Streitkräften bevorratet.
„Wir werden beispiellose Kapazitäten für die Produktion des PAC-3 MSE schaffen und damit die von unserem Land und unseren Verbündeten geforderte Liefergeschwindigkeit erreichen, während wir gleichzeitig einen Mehrwert für die Steuerzahler und unsere Aktionäre schaffen“, so Jim Taiclet, CEO von Lockheed Martin.




