Rund 45.000 Bürgerinnen und Bürger haben in Schleswig-Holstein ihre Steuererklärung dem Amt überlassen und damit einen Schritt in Richtung Bürokratieabbau unternommen.
Im Frühjahr dieses Jahres starteten die fünf Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen das Pilotprojekt „Die Steuer macht jetzt das Amt“. Bundesweit sollen so rund eine Million Steuerpflichtige davon profitieren, dass sie ihre Steuererklärung dem Finanzamt überlassen.
Nun hat Schleswig-Holstein eine erste Zwischenbilanz veröffentlicht und erklärt: 90.000 Bürgerinnen und Bürger hätten seit April einen Festsetzungsvorschlag für ihre Einkommenssteuer 2025 erhalten. Am 30. Juni wurde das letzte Schreiben der Finanzverwaltung versandt – damit ist die erste Phase des Projekts abgeschlossen. „Unser Ziel war es, die Abgabe der Steuererklärung für die Menschen spürbar einfacher zu machen – das ist gelungen“, erklärte Schleswig-Holsteins Finanzministerin Silke Schneider (Bündnis 90/Die Grünen).
Proaktive Teilnahme
Erfreulich sei die Vielzahl positiver Rückmeldungen gewesen, dabei hätten sich sogar Bürgerinnen und Bürger proaktiv bei dem Pilotprojekt angemeldet. Von den Teilnehmenden, die einen Festsetzungsvorschlag erhalten haben, antwortete rund die Hälfte. Circa 60 Prozent der Zustimmungen erfolgten digital über den individuellen QR-Code. Bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist für die Abgabe der Steuererklärung am 31. Juli rechnet die Finanzverwaltung mit weiteren Rückmeldungen. Wie Schneider hinzufügte, habe das Pilotprojekt dazu beigetragen, dass Besteuerungsverfahren künftig gemeinsam mit anderen Ländern effizienter und bürgernäher gestaltet werden könnten.
Teilnahmeberechtigt waren neben Rentnerinnen und Rentnern sowie Pensionärinnen und Pensionären auch Arbeitnehmende, die keine steuerliche Beratung in Anspruch nehmen und nach Erkenntnissen der Finanzverwaltung keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte haben.




