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StartVerteidigung1GNC übernimmt Verantwortung für NATO-Operationen

1GNC übernimmt Verantwortung für NATO-Operationen

Das 1. Deutsch-Niederländische Korps übernimmt im Rahmen des NATO Force Model die Führung der Landoperationen in Estland und Lettland. Mit einem feierlichen Appell in der estnisch-lettischen Grenzstadt Valga übergab das Multinationale Korps Nordost (MNC NE) offiziell die taktische Führungsverantwortung für Landoperationen in Estland und Lettland an das 1. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC).

Der Zeremonie wohnten neben dem Kommandanten des MNC NE, Generalleutnant Dariusz Parylak, und dem neuen Befehlshaber des 1GNC, Generalleutnant Peter Mirow, auch der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), die niederländische Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz sowie der Befehlshaber des Allied Joint Force Command, General Ingo Gerhartz, bei. Mit der Übergabe verdoppelt die NATO die Anzahl ihrer taktischen Korpshauptquartiere an der Nordostflanke der Allianz. Bislang oblag die alleinige Verantwortung für das gesamte Baltikum sowie den nordöstlichen Teil Polens dem Multinational Corps Northeast (MNC NE) mit Sitz im polnischen Stettin. Künftig teilen sich die beiden Verbände den Operationsraum auf. Litauen und Nordostpolen verbleiben im Verantwortungsbereich des MNC NE. Die litauische NATO-Division, die Multinational Division Northeast sowie die im Aufbau befindliche Panzerbrigade 45 der Bundeswehr sind darin inkludiert.

Im nördlichen Bereich hingegen führt fortan das 1GNC aus Münster. Konkret unterstehen dem deutsch-niederländischen Kommando damit die Estonian Division und die Multinational Division North. Letztere zeichnet für den Schutz Lettlands verantwortlich. Zum Verband gehören konkret die kanadisch geführte Multinational Brigade Latvia sowie die britisch geführte eFP Battlegroup Estonia. Gleichsam zur deutschen Präsenz der Brigade 45 in Litauen soll auch die eFP Battlegroup Estonia zur Brigade aufwachsen.

Neue Aufgaben in Münster

Nach dem Appell liegt fortan die Planung von Manövern, die Entwicklung regionaler Verteidigungspläne, die Integration neuer Truppenkontingente und die Abschreckung im Verantwortungsbereich des 1GNC. Im Bündnisfall übernehmen die Stäbe in Münster und Stettin die Führung aller alliierten Landstreitkräfte im Baltikum – einschließlich der nationalen Verbände der baltischen Staaten.

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