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Auswanderungsgrund Bürokratie

Bürokratische Prozesse sind ein Grund, warum zugewanderte Menschen Deutschland wieder verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Regelgebundenheit und Aktenmäßigkeit aber auch fachliche Qualifikation, Hierarchie und Amtsautorität sind nach Max Weber die wesentlichen Merkmale der Bürokratie und damit essenziell für eine effiziente und leistungsfähige Verwaltung.

Demgegenüber sind für 32 Prozent der Migrantinnen und Migranten, die Deutschland wieder verlassen haben, bürokratische Prozesse die zweithäufigste Ursache für den Wegzug aus Deutschland. Das zeigt eine Auswertung der Daten des „International Mobility Panel of Migrants in Germany“ (ImPa) des IAB. Noch häufiger wurden lediglich partnerschaftliche und familiäre Gründe genannt (39 Prozent).

Besonders kritisch sind die Meinungen bei Verfahren zu Aufenthaltstiteln und Visa. Rückfragen werden nicht schnell genug beantwortet meinen 41 Prozent der Befragten. Zudem monieren sie die Verfahrensdauer (30 Prozent), die Höhe der anfallenden Gebühren (30 Prozent) und die Verständlichkeit des Verfahrensablaufs (29 Prozent) sowie von Merkblättern und Formularen (26Prozent). Ähnlich sind die Ergebnisse bei Verfahren zur Anerkennung von Ausbildungs- und Hochschulabschlüssen.

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis: „Eine effektive Willkommenskultur steht und fällt auch mit einer öffentlichen Verwaltung, die von den Betroffenen als unterstützend wahrgenommen wird.“ Die Untersuchung zeige, dass „negative Verwaltungserfahrungen Teil eines Bündels von Faktoren sein können, die Zweifel an einem längerfristigen Verbleib in Deutschland verstärkten.“

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