Autonomes Fahren ist eines der großen Ziele für die Mobilität der Zukunft. Auch im ÖPNV-Betrieb sollen autonome Fahrzeuge eine Entlastung bringen. In Mannheim und Friedrichshafen startet dazu im Oktober ein Reallabor.
Das Reallabor für den automatisierten Busbetrieb im Öffentlichen Personennahverkehr, kurz RABus, geht in eine entscheidende Phase und wird ab Oktober im städtischen und Überlandverkehr erprobt. Letzten Endes soll durch das Projekt der öffentliche Nahverkehr flexibler, barrierefreier und zugänglicher gemacht werden. Die Tests im Reallabor sollen dabei helfen, die unterschiedlichen Anforderungen und Sicherheitsbedürfnisse besser zu verstehen.
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hob die Bedeutung des RABus hervor. „Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für die Mobilität von morgen. Autonome Busse wie RABus machen den Nahverkehr für Menschen attraktiver, die bislang weniger von Linienverkehr profitieren konnten.“ Des Weiteren führte Hermann aus, dass das Projekt zu den fortschrittlichsten in Europa gehöre und das Land großes Interesse an der Förderung solch innovativer Lösungen habe. Daher fördere man das Projekt auch mit knapp 14 Millionen Euro.
In der im Oktober startenden zweiten Phase wird es hauptsächlich um die Integration in den ÖPNV gehen. Eine große Herausforderung ist dabei die nahtlose Integration der autonomen Fahrzeuge in den Mischverkehr sowie die Anpassung der Infrastruktur. Die gewonnenen Erkenntnisse werden die Grundlage für den Ausbau der Technologie bilden.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben in Kürze die Möglichkeit, sich für die öffentlichen Testfahrten anzumelden. Eine Anmeldung ist online möglich.




