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StartVerteidigungU.S. Marines beauftragen nächsten Entwicklungsschritt

U.S. Marines beauftragen nächsten Entwicklungsschritt

Das United States Marine Corps begünstigt Sikorsky im Rahmen des Medium Aerial Resupply Vehicle – Expeditionary Logistics (MARV-EL)-Programms.

Der Vertragswert beläuft sich auf 15,5 Millionen US-Dollar. Dafür wird das US-Luftfahrtunternehmen den R66 TurbineTruck, einen autonomen Frachthubschrauber, liefern. Er soll die Soldatinnen und Soldaten der Marineinfanterie im Einsatz mit Munition, medizinischen Gütern und anderem kritischen Material versorgen.
Für die Entwicklung des TurbineTruck zeichnen Sikorsky und Robinson Unmanned verantwortlich. Konkret verbindet das unbemannte Luftfahrzeug (UAV) das MATRIX-Autonomiesystem von Sikorsky mit der R66-Zelle von Robinson.

Das so entstandene Luftfahrzeug besitzt eine Frachtkapazität von 590 bis 1.130 Kilogramm bei einer Einsatzreichweite von 185 Kilometern. Laut Herstellerangaben erfolgt die Steuerung über handelsübliche Mobilgeräte. Nachdem die Anwenderinnen und Anwender ein Missionsziel in das Endgerät eingeben, erstellt das System automatisch einen Flugplan und steuert die Maschine mithilfe von Sensoren und Algorithmen zum Ziel. Diese Art der Bedienung ist dem TurbineTruck nicht exklusiv. Auch auf dem autonomisierten Sikorsky Black Hawk, dem S-70UAS U-Hawk, kommt MATRIX auf diese Weise zum Einsatz.

Die Lücke schließen

Mit MARV-EL strebt das Marine Corps an, eine unbemannte Luftlogistikplattform mittlerer Größe zu entwickeln. Das 2022 ins Leben gerufene Programm soll die Lücke zwischen kleinen Drohnen für leichte Lasten und großen Transportflugzeugen oder Hubschraubern schließen. Munition, medizinische Güter oder Ersatzteile sollen so vorgeschobene Einheiten automatisiert erreichen. Dementsprechend gestalten sich die Systemanforderungen: MARV-EL-Drohnen sollen autonom starten, navigieren und landen, eine logistische Nutzlast im mittleren Bereich transportieren, über 50 bis 100 nautische Meilen Reichweite verfügen und von Schiffen, Feldflugplätzen oder unbefestigten Landeflächen operieren können.

Sikorsky hat bereits im vergangenen Jahr an der ersten Phase des „Aerial Logistics Connector“ (ALC) des US-Marinekorps teilgenommen. Laut Unternehmensangaben sollen die Erfahrungen aus dem ALC in die zweite Phase des MARV-EL-Programms einfließen.

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