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Gesellschaft für Informatik warnt vor Delos Cloud

Der Arbeitskreis Digitale Souveränität der Gesellschaft für Informatik (GI) beschäftigt sich mit der Frage, was Informatik zur Stärkung der digitalen Souveränität Deutschlands beitragen kann. Im Zentrum der Debatte steht aktuell die Delos Cloud. Wie souverän ist sie wirklich?

Auf dem Informatik Festival 2024 trafen sich an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Auch der von der GI gegründete Arbeitskreis Digitale Souveränität kam zusammen – und zu dem Ergebnis, dass Deutschlands digitale Abhängigkeit „ein besorgniserregendes Ausmaß“ erreicht habe. Harald Wehnes, Professor für Informatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Sprecher des Arbeitskreises, sieht durch die geplante Delos Cloud eine „extrem hohe Abhängigkeit der Bundesverwaltung von der Firma Microsoft mit den daraus resultierenden Risiken.“

Microsoft oder Alternativen

Wehnes warnt vor dem Einsatz der Delos Cloud in der öffentlichen Verwaltung. Dieser sei von einer kontinuierlichen Versorgung mit Microsoft Updates abhängig. Darüber hinaus stelle die Delos Cloud einen potentiellen „Booster“ für die digitale Abhängigkeit dar, da sie die Monopolstellung von Microsoft auf unbestimmte Zeit zementiere, so Wehnes. Auch die Kriterien der Deutschen Datenschutzkonferenz (DSK) für souveräne Clouds seien nicht vollständig erfüllt. Laut Wehnes gibt es alternative Lösungen, darunter openDesk vom Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) und Sovereign Cloud Stack (SCS) von der OSB Alliance. Diese müssten konsequent und flächendeckend eingesetzt werden, um unkalkulierbare Risiken für die Ausgaben von Steuergeldern zu vermeiden.

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