Seit drei Jahren ist der sogenannte „Kleeblattmechanismus“ zur Unterstützung der Ukraine in Kraft. Seit 2022 wurden bereits über 1.500 verwundete und schwerkranke Patientinnen und Patienten aus der Ukraine eingeflogen. Koordiniert werden diese Hilfsmaßnahmen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Zusammenarbeit mit den im Kleeblattsystem angeschlossenen Bundesländern sowie zahlreichen weiteren Hilfsorganisationen.
Der Kleeblattmechanismus wurde während der Corona-Pandemie entwickelt, um die bundesweite Verlegung von Patientinnen und Patienten zu koordinieren. Ziel war es, eine lokale Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurden die etablierten Strukturen weiterentwickelt und über das BBK an internationale Mechanismen zur medizinischen Evakuierung angebunden. Im Auftrag des Bundes nimmt das Bundesamt Hilfeersuchen der Ukraine oder ihrer Anrainerstaaten entgegen.
„Nur im Zusammenspiel mit unseren Kleeblatt-Partnern und mit der engagierten und zuverlässigen Unterstützung vieler nationaler und internationaler Hilfsorganisationen können wir diese wichtige humanitäre Aufgabe meistern“, erklärt BBK-Präsident Ralph Tiesler. Man entlaste damit das Gesundheitssystem der Ukraine, das sich seit Kriegsbeginn einem enormen Patientenaufkommen mit hochkomplexen Verletzungsmustern gegenübersieht, so Tiesler weiter.




