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StartVerteidigungNeuer JSM-Partner

Neuer JSM-Partner

Der norwegische Rüstungsprimus Kongsberg konnte ein weiteres Land für seine Joint Strike Missile (JSM) gewinnen. Dabei handelt es sich um einen rund 400 kg schweren Luft-Boden-Lenkflugkörper auf Basis des bewährten schiffs- und landgestützten Seezielflugkörpers Naval Strike Missile (NSM).

Der Erstvertrag ist mit 4,7 Milliarden norwegischen Kronen (NOK) (umgerechnet 414,8 Millionen Euro) beziffert. Wer genau nach Norwegen, Japan, Australien, den USA und Deutschland der sechste Anwender des Marschflugkörpers wird, machte Kongsberg nicht öffentlich. Allerdings gibt es eine Reihe aussichtsreicher Kandidaten.

Wahrscheinlich erscheint eine Beschaffung durch Italien. Denn die Südeuropäer legten bereits im Juli 2024 die Beschaffung von Kongsbergs JSM und der Luft-Boden-Rakete „Selected Precision Effects At Range“ (SPEAR 3) von MBDA für die italienische F-35B-Flotte fest. Damit würde der jetzt veröffentlichte Vertragsabschluss die italienischen Beschaffungspläne von vor zwei Jahren finalisieren. Allerdings sind auch andere Konstellationen denkbar.

So genehmigte der belgische Ministerrat im Juli 2025 den Kauf der JSM im Rahmen des mehrjährigen Munitionsbereitschaftsplans 2025–2029. Laut Verteidigungsminister Theo Francken ist die Beschaffung Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, Munitionsbestände wieder aufzufüllen, langfristige Beschaffungs- und Produktionsstrukturen zu etablieren und die Fähigkeiten der Streitkräfte stärker an NATO-Standards auszurichten. Darüber hinaus ist der Zulauf der JSM in Kanada und Polen Gegenstand von Debatten. Offizielle Dokumente, die eine Beschaffung nahelegen, existieren im Fall dieser beiden Länder allerdings nicht.

Deutschland beschafft bereits JSM

Die Bundesrepublik entschied sich im Juni 2025 für den Einsatz der JSM in der F35-Flotte der Bundeswehr. Die Unterschrift des Kontraktes im Wert von 3,5 Milliarden NOK (rund 300 Millionen Euro) folgte im Mai dieses Jahres. Damit wurde Deutschland offiziell der fünfte Staat der den Marschflugkörper bei Norwegens größtem Rüstungskonzern beschafft.

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