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StartVerteidigungTKMS setzt sich in Kanada durch

TKMS setzt sich in Kanada durch

Die Kieler Werft TKMS feiert einen großen Erfolg in Kanada. Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter hat sich im Bieterverfahren um das nationale U-Boot-Beschaffungsprogramm durchgesetzt.

Der einzig verbliebene Konkurrent, der südkoreanische Werftriese Hanwha Ocean, hat das Nachsehen. Damit schreibt sich TKMS den größten Kontrakt der Firmengeschichte in die Auftragsbücher. Er wird auf zehn Milliarden Euro geschätzt. Wartung und Betrieb mit einberechnet, könnte das Gesamtvolumen laut kanadischen Medien auf bis zu 100 Milliarden kanadische Dollar (etwa 62 Milliarden Euro) anwachsen. Für diese Summe erhält die kanadische Marine zwölf U-Boote des Typs 212CD. Sie sollen die in die Jahre gekommene Victoria-Klasse ersetzen. Die in den 90er-Jahren gebraucht beschafften Systeme sind technisch veraltet. Für das nordamerikanische Land, das maritime Sicherheitsinteressen im Pazifik, im Nordatlantik und in der arktischen Region verteidigen muss, stellt das eine zentrale strategische Schwachstelle dar.

Die Kieler Werft konnte mit ihrem U-Boot-Konzept in Ottawa überzeugen. Gemeinsam mit dem norwegischen Partner Kongsberg Defence & Aerospace (KDA) bietet TKMS Kanada den unmittelbaren Anschluss an ein bereits etabliertes europäisches Flottenkonzept. Deutschland und Norwegen haben zusammen bereits U-Boote dieses Typs fest bestellt. Mit dem kanadischen Beitritt wächst der Verbund auf insgesamt 24 identische Einheiten an. Darüber hinaus schnürte TKMS-CEO Oliver Burkhard ein umfassendes Industriepaket, um in Nordamerika zu überzeugen. Es umfasst wirtschaftliche Kooperationen in Sektoren wie Künstliche Intelligenz, Batterieproduktion sowie den Abbau Seltener Erden. Auch die deutsche Bundesregierung bemühte sich, an der Materialisierung des Kontrakts mitzuwirken. Das U-Boot-Programm soll Kanada „für Jahrzehnte“ an Deutschland binden und einen „sehr guten Startpunkt für eine strategische Zusammenarbeit“ bilden.

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