In Bremen steht neuerdings ein Klimaturm auf der Überseeinsel und versorgt dort gleich mehrere Wohnungen mit Wärme, wie eine Wärmepumpe für das Einfamilienhaus. Das Unternehmen Towergy baute im Auftrag der Stadt.Energie.Speicher.GmbH den besonderen Turm. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nannte den Klimaturm eine echte Innovation. Zum Jahresende will Towergy in Bremerhaven mit der Serienproduktion beginnen.
Der sogenannte Klimaturm ist wie der Name schon vermuten lässt –
vertikal ausgerichtet und nimmt nur die Fläche von zwei Parkplätzen ein und soll sich so auch in enger besiedelte Wohnungsgebiete einbinden lassen. Gleichzeitig soll er je nach Auslegung der Wohnungen und des Heitzsystems in der Lage sein, bis zu 300 Wohnungen mit Wärme zu versorgen.
Bremen sei aus Sicht von Bovenschulte dabei ein geeigneter Einsatzort für die Klimatürme, die ab Ende des Jahres in Serie produziert werden sollen. Da Bremen, verglichen mit anderen Großstädten, eher weniger dicht bebaut ist, erschwert dies den wirtschaftlich flächendeckenden Fernwärme-Ausbau. Auch sind Teile der Stadt aufgrund der städtebaulichen Struktur schwer mit Fernwärmeleitungen zu erschließen. Wo dies der Fall ist, könnten die Klimatürme helfen: „Er stößt in die Lücke zwischen zentraler Fernwärme und dezentralen Wärmepumpen an jedem Haus“, sagte Bovenschulte.
Der Bürgermeister betonte, dass die Stadt innovative und örtlich angepasste Lösungen, wie etwa lokale Erdwärmenetze oder auch den Bau von Klimatürmen, unterstützen werde. Bovenschulte betonte: „Wichtig ist, dass wir zügig innovative Lösungen für diejenigen Gebiete der Wärmeplanung entwickeln, die nicht eindeutig der Fernwärme oder der dezentralen Versorgung zugeordnet wurden – und in diesen Prüfgebieten kann der Klimaturm eine mögliche Lösung sein.“




