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Der „echte Norden“ optimiert den Nahverkehr

Nach intensiver Einbindung von Fachpersonal, lokalen Verwaltungs- und Politikakteuren, Bürgerinnen und Bürgern hat die Landesregierung Schleswig-Holstein ihren landesweiten Nahverkehrsplan für die kommenden Jahre vorgelegt. Dabei gab es 840 Anmerkungen und Anregungen, von denen viele berücksichtigt werden konnten.

Zentrale Ziele dieser neuen Strategie sind eine Steigerung der Nachfrage im Schienenpersonennahverkehr und ein verlässlicheres Gesamtsystem. Ein Ziel das trotz der Fortschritte der vergangenen Jahre zentral bleibt, wie Nahverkehrsverbund-Schleswig-Holstein-Geschäftsführer Dr. Arne Beck ausführte. Dieser Grundsatz gelte vor allem vor dem Hintergrund der umfangreichen Bautätigkeiten und der bestehenden Infrastrukturdefizite bei der DB InfraGO. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) lobte zwar das Nahverkehrsangebot mahnte aber: „Gleichzeitig stößt das System zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen und hat insbesondere auf den stark frequentierten Strecken Qualitätsprobleme. Deshalb war es uns wichtig, in diesem Nahverkehrsplan konkrete Maßnahmen vorzusehen, die die Kapazitäten möglichst schnell erweitern und spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste bringen.“

Vom längeren Zug zum Streckenausbau

Ein Fokus soll beim Ausbau vor allem der Ballungsraum um Hamburg liegen. Hier sollen die S-Bahn Linien fünf und vier weiter vorangetrieben und die Bahnstrecke von Hamburg-Bergedorf nach Geestacht reaktiviert werden. Aber auch andere Stadtzentren als Hamburg sollen besser angebunden werden. So wollen das Land und der Nahverkehrsbetrieb Schleswig-Holstein die Regio-S-Bahn-Systeme im Umland von Kiel und Lübeck weiter stärken. Erste Verbesserungen im Kieler Raum sollen dabei bereits ab Ende 2027 spürbar werden.

Generell reichen die Maßnahmen zur optimierten Zuverlässigkeit und gesteigerten Kapazität vom Einsatz längerer Züge über eine Elektrifizierung weiterer Strecken, bis hin zum Ausbau der Gleise als solche. Auch wenn grundsätzlich alle Maßnahmen aus dem Plan umgesetzt werden sollen, gibt es ein Priorisierungssystem, welches die Projekte in die Kategorien „gesetzt“, „zu planen“ und „zu untersuchen“ aufteilt.

Erfolge fortführen

Neben dem Ausbau des Angebots und der Verlässlichkeit werden im neuen Landesnahverkehrsplan auch erfolgreiche Projekte aus dem aktuellen Plan fortgeschrieben. So werde weiterhin die Barrierefreiheit des Naherkehrs vorangetrieben, die bei 95 Prozent liege, ausgebaut. Ein weiteres Ziel ist das Vorantreiben der Klimaneutralität. Durch den Einsatz von 55 Akkuzügen hat sich bei der Klimaneutralität viel getan: Durch die Flotte spart das Land jährlich zehn Millionen Liter Diesel und 26.000 Tonnen CO₂ ein. Daher werden nun weitere Akkuzüge beschafft und die Elektrifizierung vorangetrieben.

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