Die Deutsche Luftwaffe und die schwedischen Flygvapnet übten vom 22. bis 26. Juni 2026 im südschwedischen Ronneby. Bei der Übung Midsummer Brawl erprobtben deutsche Eurofighter und schwedische Saab JAS 39 Gripen Bündnisverteidigungs-Szenarien.
Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ verlegte dafür drei Eurofighter und rund 60 Soldatinnen und Soldaten nach Skandinavien. Bereits 2024 hatten fünf schwedische Gripen das Geschwader im mecklenburgischen Laage besucht. Im Sinne des Agile Combat Employment (ACE) verlegte das Geschwader Steinhoff für die Anschlussübung auf schwedischem Grund gezielt mit wenig Personal und Material. ACE beschreibt die Fähigkeit, Kampfflugzeuge innerhalb weniger Stunden von großen, leicht aufklärbaren Hauptstützpunkten auf kleine, dezentrale Flugplätze zu dislozieren. Konkret trainierten die Besatzungen grundlegende Luftkampfmanöver. Dazu zählten Tiefflüge, gemischte Formationsflüge und Betankungsverfahren. Letzteres erfolgte im sogenannten Hot Refueling-Verfahren am Boden bei laufenden Triebwerken sowie per Luftbetankung. Um die Fähigkeiten der jeweils anderen Luftstreitkraft kennenzulernen, flogen deutsche und schwedische Piloten im Kampfjet der jeweils anderen Nation mit. Darüber hinaus traten deutsche Eurofighter in simulierten Luftkämpfen gegen schwedische Gripen an. Die Erfahrungen aus diesen Begegnungen fließen in die Planung künftiger Übungen ein.
„Wir lernen voneinander, miteinander und werden bessere Partner. Die deutsche Luftwaffe ist für uns schon seit langer Zeit ein Partner, und jetzt bauen wir diese Kooperation weiter aus, so Oberstleutnant Pete Ohlsson.




