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StartVerteidigungBAAINBw beauftragt Laserwaffen

BAAINBw beauftragt Laserwaffen

Der deutsche Rüstungsprimus Rheinmetall und der paneuropäische Rüstungskonzern MBDA sind durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) beauftragt, ein Hochenergie-Laserwaffensystem für die Deutsche Marine zu entwickeln.

Die Partnerunternehmen MBDA Deutschland GmbH und Rheinmetall Waffe Munition GmbH gründen dafür ein Joint Venture. Der Auftragswert bewegt sich im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. 2029 sollen die ersten Systeme einsatzfähig sein.

Zu diesem Zeitpunkt versprechen die beiden Unternehmen dem Operateur, die Laserleistung mit Abweichung von nur wenigen Zentimetern auf bewegliche Ziele fokussieren zu können. Von dieser Fähigkeit und den geringen Nutzungskosten durch den Verzicht auf Projektile erhofft sich die Marine eine kostengünstige und effiziente Bekämpfungsmethode gegen unbemannte Luftsysteme.

Langfristige Entwicklungsbemühungen

MBDA und Rheinmetall verfolgen bereits seit geraumer Zeit das Ziel, gemeinsam eine Energiewaffe für die Deutsche Marine zu entwickeln. Seit 2019 arbeiten die Partner an der Technologie. Der kooperativ entwickelte Marine-Laserdemonstrator absolvierte bereits 28.000 nautische Meilen an Bord der Fregatte Sachsen in der Nordsee, Ostsee und im Mittelmeer. Darüber hinaus erfolgten umfängliche Erprobungen an Land. Im März 2026 nahm die Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen einen Demonstrator zu Testzwecken entgegen.

Vollständig überzeugen konnte die MBDA- und Rheinmetall-Lösung während der Entwicklungszeit allerdings nicht immer. Anfang Februar dieses Jahres stoppte der Haushaltsausschuss des Bundestags die geplante Auftragsvergabe für den Bau eines auf Schiffen installierten 65-Kilowatt-Lasers. Angesichts der hohen Kosten verlangten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier eine Vorführung des australischen Konkurrenzprodukts Apollo von Electro Optic Systems (EOS). Mit dem Entwicklungsauftrag an das Rheinmetall-MBDA-Entwicklungskonsortium ist diese Option nun offenbar vom Tisch.

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