Es ist ein Meilenstein. Die nora Notruf-App feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Mit ihr wurde eine barrierefreie digitale Möglichkeit geschaffen, Notrufe bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst abzusetzen. Die Möglichkeit besteht mittlerweile bundesweit.
Bundesweit können alle fast 300 Leitstellen seither Notrufe durch nora empfangen. Ewa 40.000 Notrufe wurden seit dem Launch beantwortet, rund 70.000 Menschen haben sich für nora bislang registriert. Die im nordrhein-westfälischen Innenministerium angesiedelte Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System (GuK nora) betreibt und entwickelt die App seither im Auftrag aller Bundesländer. Die Applikation richtet sich vor allem an Personen, die nicht bzw. nicht gut telefonieren können, wie beispielsweise sprachbehinderte Mitbürger.
Die App ist so programmiert, dass auch mit geringen Sprachkenntnissen und ohne zu reden ein Notruf abgesetzt werden kann. Dazu fragt nora den Benutzer per Multiple-Choice-Formular ab, um was für einen Notfall es sich handelt und ob Verletzungen vorliegen. Informationen zur konkreten Notsituation werden über maximal fünf aufeinanderfolgende Fragen abgefragt. Wenn der Nutzer “Notruf senden” drückt, erscheint der Notruf bei der zuständigen Leitstelle. Die Notruf-App sendet dabei automatisch die Standortdaten des Smartphones mit, um die Hilfe zielsicher entsenden zu können. Mit einer Chat-Funktion kann die Leitstellendisponentin bzw. der Leitstellendisponent mit der notrufenden Person Kontakt halten oder weitere Details zum Notfall erfragen.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte zum Geburtstag: „Als nora vor fünf Jahren in den App-Stores an den Start ging, war dies vor allem für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen in Deutschland ein Meilenstein. Ein barrierefreier Notruf schafft Sicherheit, Selbstbestimmung und ein Stück mehr Teilhabe. Ich bin stolz darauf, dass mein Ministerium diesen wichtigen Beitrag für unser gesellschaftliches Zusammenleben leisten darf.“





