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StartStaat & RathausE-Bus-Ranking: Münster an der Spitze

E-Bus-Ranking: Münster an der Spitze

Die Deutsche Umwelthilfe hat in einem aktuellen Ranking die Busflotten der 40 größten deutschen Städte untersucht und dabei ein stark gespaltenes Bild beim Umstieg auf Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr offengelegt. Während einige nordrhein-westfälische Kommunen zu den bundesweiten Vorreitern gehören, landen andere Städte auf den hinteren Plätzen. An der Spitze in NRW steht Münster, das bundesweit den fünften Platz belegt und eine E-Bus-Quote von fast fünfzig Prozent aufweist. Auch Köln auf Platz elf und Mönchengladbach auf Platz zwölf schneiden mit Quoten von rund 25 beziehungsweise 20 Prozent gut ab und verzichten nach Angaben der Untersuchung inzwischen konsequent auf den Neukauf von reinen Verbrennerfahrzeugen.

Methodische Kritik und alternative Antriebe

Am Ende der Tabelle finden sich hingegen Kommunen wie Essen auf Platz 38, Wuppertal auf Platz 37 und Krefeld auf Platz 36, da sie zum erfassten Stichtag Ende 2025 keine rein batteriebetriebenen Elektrobusse in ihrem Bestand ausweisen konnten. Allerdings greift dieses Ranking in seiner Methodik insofern zu kurz, als die Deutsche Umwelthilfe ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge berücksichtigt und andere klimafreundliche Technologien unberücksichtigt lässt. So setzen Städte wie Wuppertal, Krefeld und Essen stattdessen auf Wasserstoff- und Brennstoffzellenbusse oder auf moderne Dieselmodelle mit elektrischen Unterstützungssystemen, um den Herausforderungen der Luftreinhaltung zu begegnen.

Sonderfall Aachen und bundesweite Trends

Einen überraschend schweren Stand im Ranking hat zudem die Stadt Aachen, die lange Zeit als Vorreiter bei der Elektromobilität im Nahverkehr galt. Wegen noch im Einsatz befindlicher älterer Dieselfahrzeuge bewertet die Umwelthilfe die Situation kritisch, wenngleich der Verkehrsbetrieb ASEAG den Bestand im Zuge laufender Auslieferungen schrittweise auf 117 Elektrobusse erhöht. Bundesweit zeigt sich insgesamt ein spürbarer Aufwärtstrend, auch wenn hohe Anschaffungskosten und komplexe Herausforderungen beim Aufbau der Ladeinfrastruktur den Fortschritt bremsen. Ende 2025 waren rund 14 Prozent aller städtischen Busse in Deutschland elektrisch unterwegs, und die Planungen der Verkehrsunternehmen lassen erwarten, dass sich diese emissionsfreie Flotte bis zum Jahr 2030 nochmals stark vergrößern wird.

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