Bis zu 5.000 Sozialwohnungen pro Jahr in der Hauptstadt

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Bis zu 5.000 Sozialwohnungen pro Jahr könnten mit der neuen Wohnungsbauförderungsbestimmungen 2022 gefördert werden. (Foto: BS, cocoparisienne, pixabay.com)

“Der Neubau-Etat ist einer der größten Einzelposten im Berliner Haushalt”, freute sich Berlins Bausenator Andreas Geisel über die außergewöhnliche Anhebung der Fördersätze für die neuen Wohnungsbauförderungsbestimmungen (WFB 2022) durch den Berliner Senat. Damit kann die Zahl der dringend benötigten Sozialwohnungen erhöht werden.

Um der dynamischen Entwicklung von Bau- und Grundstückskosten standzuhalten, wurde eine laut Geisel “fast schon historischen Ausweitung der Förderkonditionen” beschlossen. Die neuen WFB 2022 sehen – abhängig vom Grundstückswert des geförderten Objekts – im Modell 1 bis zu 3.550 Euro je Quadratmeter Wohnfläche Förderung vor, wobei der Teilverzicht des Baudarlehens auf 35 Prozent steigt. Die WFB 2019 lagen bei maximal 1800 Euro je Quadratmeter und 25 Prozent Teilverzicht. Für das Fördermodell 2 wird es eine finanzielle Unterstützung von bis zu 3.050 Euro je Quadratmeter – im Jahr 2019 noch maximal 1.500 Euro je Quadratmeter – geben, sowie die erstmalige Einführung Teilverzichts des Baudarlehens in Höhe von 15 Prozent.

Hinzu kommen weitere, teilweise befristete, Fördermöglichkeiten wie die Übergangs-Zuschüsse zur Überbrückung des Wegfalls der BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude). “Wir haben die finanzielle Vorsorge getroffen, um bis zu 5.000 Sozialwohnungen pro Jahr zu fördern”, erklärte der Bausenator und ergänzte, all dies unterstreiche den Stellenwert, den der Wohnungsneubau innerhalb des Senats genieße.

Nun ginge es darum, dass landeseigene und private Bauherren die verbesserte Förderung zügig in Anspruch nehmen, so Geisel. “Ich appelliere insbesondere an die Berliner Genossenschaften und die Partnerinnen und Partner, mit denen wir im Juli 2022 das Bündnis für Wohnungsneubau und Bezahlbares Wohnen geschlossen haben, Förderanträge einzureichen, um mehr Wohnungen für Berlin zu bauen.”

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