- Anzeige -
- Anzeige -
StartVerteidigungCIR und Marine taufen neue maritime Drohne

CIR und Marine taufen neue maritime Drohne

Die Deutsche Marine und der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) haben das unbemannte Überwasserfahrzeug Seetaube in Kiel offiziell getauft. Das rund sechs Meter lange Unmaned Surface Vehicle (UsV) basiert auf der Plattform „Vanta“ des deutschen Defence-Tech-Start Ups Stark. Bei den deutschen Streitkräften soll es hybride Bedrohungen im Küstenmeer sowie an kritischer maritimer Infrastruktur frühzeitig erkennen.

Besonders am Projekt Taube (ein Akronym für taktische Aufklärungs- und Beobachtungs-Einheit) ist, dass nicht die Marine, sondern die Teilstreitkraft CIR für den Betrieb des unbemannten Wasserfahrzeuges verantwortlich zeichnet.
Entstanden ist das Projekt Seetaube als gemeinsame Initiative des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw), des Zentrums Digitalisierung sowie der Industrie.

Etablierte Technologie

Starks Vorbild für die deutsche Seetaube, die Vanta, ist laut Herstellerangaben bereits im Einsatz. Wo genau lässt Stark allerdings offen. Rund sechs Meter lang und mit einem Leergewicht von etwa 2.100 Kilogramm erreicht das System eine Spitzengeschwindigkeit von über 45 Knoten und verfügt über eine Reichweite von bis zu 910 Seemeilen. Es kann eine Nutzlast von bis zu 500 Kilogramm aufnehmen, darunter optische, Infrarot- und Radarsensoren. Die Steuerung erfolgt nach dem Man-in-the-Loop-Prinzip. Darüber hinaus ist das System mit Führungs- und Battle-Management-Systemen wie Stark Minerva kompatibel. Auf eine Bewaffnung wird die Bundeswehr zunächst verzichten.

In der Truppe wird die Bundeswehr-Vanta-Variante zwar unbewaffnet, dafür aber teil-autonom agieren. Insbesondere repetitive Aufgaben bei der Seeaufklärung stehen dabei im Zentrum. Darüber hinaus eröffnet sich mit der Einführung der Seetaube eine neue Operationsgestaltung bei der sogenannten Kreuzpeilung. Denn um verdächtige Funksignale, Spionagesender oder Positionen exakt zu verorten, sind bislang noch zwei getrennte Peilpunkte von Nöten. Bislang mussten hierfür stets zwei bemannte Einheiten operieren. Die Seetaube soll künftig als zweite Peilbasis für allein fahrende Schiffe dienen. Dass die Seetaube komplett autonom agiert, ist bisher nicht angedacht

Mit der Taufe ist das USV zwar offiziell Teil der Bundeswehr, in den operativen Wirkbetrieb geht es allerdings noch nicht unmittelbar über. Zunächst erfolgen Tests unter Realbedingungen. Außerdem muss das Personal im Umgang mit der Drohne geschult werden

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein