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StartVerteidigungUSA stellen Drohnen-Bataillon nach nur einem Jahr wieder ein

USA stellen Drohnen-Bataillon nach nur einem Jahr wieder ein

Erst im Januar 2026 gründete die U.S. Army eine dedizierte Drohnen-Einheit. Nicht einmal zwölf Monate später hat die Teilstreitkraft diese wieder abgeschafft. Nach der Teilnahme am Großmanöver Saber Junction im oberpfälzischen Hohenfels im August und September soll die Einheit ihre Erprobungsrolle ablegen. Sie wird zu ihren ursprünglichen Aufgaben als klassisches Luftlande-Infanteriebataillon zurückkehren.

Im Frühjahr dieses Jahres sollten die etwa 600 Soldatinnen und Soldaten des 3. Bataillons des 504. Fallschirm-Infanterieregiments noch taktiknahe Verfahren für den kombinierten Einsatz von unbemannten Luftsystemen (UAS) und Bodenrobotik im Verbund mit gepanzerten Kampfgruppen entwickeln. Als Vorbild dabei dienten Beobachtungen aus dem Ukraine-Krieg. Das ist jetzt Geschichte.

LaNeve dreht die Uhren zurück

Dass das 504. Fallschirm-Infanterieregiment nun wieder in seiner ursprünglichen Rolle agiert, ist Teil der „Back-to-Basics“-Initiative des kommissarischen Chief of Staff of the Army, General Christopher LaNeve. Er gilt als enger Vertrauter von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Idee des Drohnen-Bataillons geht noch auf seinen Vorgänger, General Randy George, zurück. Während seiner Amtszeit setzte er das Konzept der „Transformation in Contact“ auf. Es sieht vor, dass Truppenteile neue Technologien direkt im Feld erproben. Sein Nachfolger brach mit diesem Ansatz. Er verschiebt den Fokus zurück auf militärische Grundfertigkeiten und traditionelle Gefechtsführung. In einem internen Papier mit dem Titel „Army Azimuth“ betonte LaNeve zwar, dass die US-Streitkräfte gegnerischen Bedrohungen durch Abstandswaffen, unbemannte Systeme und MWD begegnen müssten. Als Fundament sieht er jedoch die Grunddisziplinen des Soldatenseins, die individuelle Einsatzbereitschaft sowie kleine taktische Einheiten.

Weitere Anpassungen in Europa

Nebst der Neujustierung des 3. Bataillons des 504. Fallschirm-Infanterieregiments lässt die U.S. Army weitere strukturelle Anpassungen ihrer europäischen Kräfte durchführen. So wird die spezialisierte Multi-Domain Task Force (MDTF), die Cyber-, Aufklärungs- und moderne elektronische Kampfführung bündelt, aus Europa abgezogen. Sie wird fortan in Südkorea stationiert. Zudem ist das III. Panzerkorps aus Fort Cavazos, Texas, mittlerweile dem neu geschaffenen Western Hemisphere Command zugewiesen. Die ursprüngliche Planung sah noch vor, es zur Verstärkung der NATO-Ostflanke einzusetzen.

Widerspruch in den eigenen Reihen

LaNeves Maßnahmen finden innerhalb der US-Streitkräfte nicht nur Zuspruch. Sein schärfster Kritiker ist dabei Army Secretary Dan Driscoll.
Dieser gilt als engerer Vertrauter von LaNeves Vorgänger George. Den Schwerpunkt auf unbemannte Systeme setzten George und Driscoll gemeinsam. Zudem reisten beide gemeinsam mit General Chris Donahue in die Ukraine, um mit Präsident Wolodymyr Selenskyj über mögliche Friedensverhandlungen zu sprechen. Darüber hinaus betrachtete er das angegriffene Land als Vorbild für die Integration kommerziell verfügbarer Technologien in militärische Anwendungen. Unter Driscolls Führung kündigten private Unternehmen Investitionen von mehr als 25 Milliarden US-Dollar in den Bau von Rechenzentren, Anlagen zur Verarbeitung kritischer Rohstoffe und Verpflegungseinrichtungen auf US-Militärstützpunkten an.

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