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StartVerteidigungErstmals eigene Kampfanzüge für Frauen in der Bw

Erstmals eigene Kampfanzüge für Frauen in der Bw

Erstmals wird es in den deutschen Streitkräften auf die weibliche Physiognomie zugeschnittene Kampfanzüge geben. Der deutsche Ausrüster Hexonia ist beauftragt, einen Kampfanzug für Frauen auf Basis des Kampfanzuges im Kampfbekleidungssatz Streitkräfte (KBS SK) zu entwickeln.

Dieser soll aus der Kampfjacke kurz, der Kampfjacke lang und der Kampfhose bestehen. Darüber hinaus gab das Unternehmen bekannt, weitere Artikel produzieren zu wollen. Unterwäsche, Isolationsschichten, Schuhe und Accessoires sind in der Pressemitteilung aufgeführt.

Die neue Kampfbekleidung soll stärker der weiblichen Physiognomie entsprechen als die zuvor für den männlichen Körper entwickelte Ausrüstung. Konkret sind die zu produzierenden Kampfanzüge unter anderem in kleineren Größen verfügbar. Tragekomfort und Passform sollen davon profitieren.

In den deutschen Streitkräften leisten zurzeit etwa 25.000 Soldatinnen ihren Dienst. Zwar wird das Gros der Soldatinnen in Funktionen verwendet, bei denen der Dienstanzug im täglichen Dienst getragen wird, dennoch gehört auch für sie der KBS SK zur Ausstattung. Dass sich die Bundeswehr für Hexonia als Lieferant der für Frauen optimierten Kleidung entschieden hat, kommt nicht überraschend. Bereits im Sommer dieses Jahres wurden Informationen bekannt, dass die Bekleidungsspezialisten den Zuschlag für die Feminisierung erhalten.

Mit der Beauftragung eines speziell für Frauen entwickelten Kampfanzuges gehen die deutschen Streitkräfte einen Schritt, den viele westliche Staaten bereits vollzogen haben. Denn unter anderem in Großbritannien, den USA und den Niederlanden liegt eine feminisierte Version der Kampfbekleidung vor. Die Niederlande übergaben in diesem Sommer sogar die ersten schusssicheren Westen, die speziell auf die weibliche Physiognomie zugeschnitten sind. Das Beschaffungsamt des Landes hat 1.530 Schutzwesten beim US-Hersteller TYR Tactical bestellt. Planungen weitere 7.000 Stück den Landesstreitkräften zur Verfügung zu stellen, laufen.

„Mit diesen schusssicheren und splitterfesten Westen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur besseren Ausstattung unserer Kameradinnen“, erklärte der niederländische Staatssekretär Gijs Tuinman.

Großauftrag für Hexonia

Zusätzlich hat die Bw Bekleidungsmanagement GmbH die Hexonia mit der Lieferung von rund 52.000 langen Kampfjacken, 83.000 kurzen Kampfjacken sowie rund 78.000 Kampfhosen des KBS SK in der nicht feminisierten Version beauftragt. Die Auslieferung der Artikel soll ab Mitte Juli 2026 erfolgen. 2024 setzte das Verteidigungsministerium neue KBS-SK-Rahmenverträge auf. Für diese wurde im vergangenen Jahr der Zeitraum vom 1. März 2025 bis 28. Februar 2029 mit der dreimaligen Möglichkeit zur Verlängerung um jeweils ein Jahr angegeben.

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