Angriffe auf die Cyber-Sicherheit haben in Baden-Württemberg zugenommen. Das zeigt der Jahresbericht der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW).
Bei diversen Cyber-Sicherheitsvorfällen registrierte die CSBW im vergangenen Jahr signifikante Zuwächse. Allein bei gefälschten Internet-Shops verzeichnete die Agentur einen Anstieg um 1.230 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich niedriger, aber dennoch bemerkenswert hoch, lag der Zuwachs bei Phishing-Angriffen. Diese stiegen von 2024 auf 2025 um 320 Prozent an.
Bei den Cyber-Angriffen standen laut CSBW-Bericht 2025 besonders Hochschulen und Kommunen im Fokus. So stieg die Zahl der Fälle in Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie bei Unternehmen in kommunaler Trägerschaft um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Wie das Innenministerium Baden-Württemberg mitteilte, besteht bei Kommunen und Unternehmen keine generelle Meldepflicht für Cyber-Sicherheitsvorfälle an die CSBW. Sogar noch höher lag der Anstieg der minderschweren Fälle an Hochschulen, Universitäten und vergleichbaren Einrichtungen. Dieser lag bei 160 Prozent.
Nach Angaben der CSBW werden Cyber-Angriffe durch Künstliche Intelligenz (KI) immer einfacher. Auch die Qualität nehme durch den KI-Einsatz inzwischen deutlich zu. Somit steige parallel die Erfolgsquote der Kriminellen. Noch völlig unkalkulierbar sei, wie schnell und weitreichend die Veränderungen durch KI-Modelle voranschreiten werden. Nach Einschätzung der CSBW stellt 2026 hierfür ein Jahr der Weichenstellung dar. „Deshalb wird die CSBW ihre Sensibilisierungsangebote und das vielfältige Präventionsangebot weiter ausbauen“, kündigte die Präsidentin der CSBW, Nicole Matthöfer, an. Björn Schemberger, Vizepräsident der Cybersicherheitsagentur, ergänzte: „Die Nutzung der CSBW-Angebote, wie zum Beispiel Schulungen, Warn- und Informationsdienst, CyberSicherheitsCheck für KMU (CSC KMU) oder IT-Notfallübungen durch Landesverwaltung, Kommunen und Unternehmen wächst kontinuierlich.“





