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Plötzlich ist die Klimakrise da

Die in diesem Jahr deutlich spürbaren Folgen der Klimakrise zeigen, dass sich die Kraftanstrengungen zu ihrer Ausbremsung verdoppeln müssen. Daher hat Schleswig-Holsteins Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen) eine neue Klimaanpassungsstrategie vorgestellt. Diese zeigt für 16 Handlungsfelder Handlungsziele und konkrete Maßnahmen auf. 

Laut Goldschmidt haben die Hitzewellen und schnellen Wetterumschwünge einige Menschen mit Sorgen in die Zukunft blicken lassen. „Plötzlich sind die ersten Auswirkungen der Klimakrise allerorten deutlich zu spüren“, erklärte der Klimaschutzminister. Er zieht daraus den Schluss, dass es nun darum gehe, die Erderwärmung so gut es noch ginge zu stoppen, die Emissionen weiter zu reduzieren und gleichsam die Anpassung an die neuen Veränderungen vorangetrieben werden. „Die gute Nachricht ist: Wir starten nicht bei Null und vieles nützt uns gleich doppelt. Ein klug gestalteter Park kühlt nicht nur, sondern ist auch lebenswerter Treffpunkt“, erklärte Goldschmidt.  

Die dazu vorgestellte Strategie sei ressortübergreifend erstellt worden und unter Berücksichtigung der Stellungnahmen von 30 Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen angepasst worden. Besonders gewichtet wird dabei die Perspektive der Jugendlichen des Landes. Denn diese werden am längsten mit den Folgen der durch den Klimawandel ausgelösten Erderwärmung leben müssen.

Prävention und Information

So soll im Rahmen der Stadtentwicklung die Klimaanpassung in Planungsprozesse und -instrumente, beispielsweise über den Landesentwicklungsplan, Hochwasserrisikogebiete, Starkregenkarten oder das Baugesetzbuch, integriert werden. Insgesamt beziehen sich die meisten der Maßnahmen auf eine Verstärkung der Präventionsmaßnahmen, wie dem Hochwasserbereich, in dem die Entwässerungsstruktur ausgebaut wird. Gleichzeitig steht die Information von Stakeholdern wie auch Bürgerinnen und Bürgern im Fokus. Mit der Vorlage des Klimaanpassungsstrategie erfüllt Schleswig-Holstein seine Pflicht aus dem Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EWKG) von 2025 und seiner Vorläufer. Demnach müssen die Länder eine solche Strategie bis spätestens Anfang 2027 vorlegen.   

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